Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Franz Liszt
Études d´exécution transcendante
Herausgeber: Ernst-Günter Heinemann
Fingersatz: Franz Liszt
Vorwort: Mária Eckhardt
26,50 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 132 (IX, 123), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 717 · ISMN M-2018-0717-1
Liszts „Études d’exécution transcendante“ gehören zweifellos zu den Höhepunkten virtuoser Klaviermusik. Ihre visionäre Tonsprache und ihr poetischer Ausdruck machen sie zugleich zu einem Meilenstein romantischen Komponierens. Dieser Zyklus von zwölf Etüden aus dem Jahr 1852 ist das Ergebnis einer eigenen Überarbeitung seiner bereits 1827 und 1839 erschienenen Sammlung. So dient als Hauptquelle der Edition ein Druckexemplar der früheren Version mit zahlreichen handschriftlichen Änderungen des Komponisten. Weniger etüdenhaft als vielmehr mit individueller Ausprägung wurden die einzeln betitelten Tondichtungen auch separat Bestandteil des Konzertrepertoires – darunter besonders bekannt „Harmonies du soir“ und „Mazeppa“.
Pressestimmen
The print is large and easy to read, although the music is difficult to play. Liszt had specific ideas for the performance of these etudes, which are presented here with greater clarity than other editions.
[Clavier, 2005]
La Henle propone questi formidabili pilastri tecnici in una nuova pubblicazione, dove sono collazionate ben cinque fonti, fra cui le edizioni del 1852 e del 1871-3, uniche riconosciute dall’autore, e quella del 1839.
[Suonare, 2005)
Por ello, esta pulcra edición crítica de Henle vale su peso en oro.
[Doce Notas, 2004]
Inhalt
- Études d´exécution transcendante
-
Preludio
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Molto vivace
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Paysage
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Mazeppa
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Feux Follets
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Vision
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Eroica
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8/9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Wilde Jagd
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Ricordanza
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Allegro agitato molto
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Harmonies du soir
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Chasse-neige
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades »
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

