Streichinstrumente > Violine und Klavier
Carl Maria von Weber
6 Violinsonaten op. 10 (b)
Herausgeber: Ewald Zimmermann
Fingersatz: Hans-Martin Theopold
Fingersatz Violine: Karl Röhrig
22,00 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 64 (V, 43, 16), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 182 · ISMN M-2018-0182-7
Weber hat in seinem recht kurzen, dafür umso rastloseren Leben eine unglaubliche Fülle an Kompositionen hinterlassen. Vieles davon gilt es noch zu entdecken. Dazu zählen gewiss auch seine sechs Violinsonaten op. 10 (b), komponiert in Darmstadt 1810. Die einzelnen Sätze sind recht knapp gehalten und auch in ihrem technischen Anspruch nicht allzu zu schwer. Dafür ist die Musik umso wirkungsvoller, was zum Teil auch an den diversen eingearbeiteten Tanzformen liegt: „Carattere Espagnuolo“ und „Air Polonais“ in Sonate Nr. 2, „Air Russe“ in Nr. 3, „Siciliano“ in Nr. 5 und eine „Polacca“ in Nr. 6. Wie lohnend diese Stücke sind, mag folgende Einspielung demonstrieren.
Inhalt
-
Violinsonate F-dur op. 10 (b) Nr. 1
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Violinsonate G-dur op. 10 (b) Nr. 2
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Violinsonate D-dur op. 10 (b) Nr. 3
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Violinsonate Es-dur op. 10 (b) Nr. 4
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Violinsonate A-dur op. 10 (b) Nr. 5
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Violinsonate C-dur op. 10 (b) Nr. 6
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades »
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

