Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Claude Debussy
Klavierwerke, Band III
Herausgeber: Ernst-Günter Heinemann
Fingersatz: Hans-Martin Theopold
Vorwort: François Lesure
64,50 €
Urtextausgabe, Leinen
Seiten: 206 (XII, 194)
Bestell-Nr. HN 1197 · ISMN M-2018-1197-0
Anlässlich des 150. Geburtstages Debussys im Jahr 2012 präsentieren wir als Hommage sein Oeuvre für Klavier solo in einer dreibändigen Sammlung, die broschiert oder in Leinen erhältlich ist. Als Verlag mit dem Programmschwerpunkt Klaviermusik war es uns ein Anliegen, dem Werk des Erneuerers des Klavierstils Claude Debussy einen besonderen Platz im Katalog einzuräumen. So erschienen seit den frühen 1980er Jahren in kontinuierlicher Folge Einzelausgaben aller bedeutenden Werke, die Debussy für Klavier schrieb. Unser Herausgeber, Ernst-Günter Heinemann, arbeitete eng mit dem bedeutenden französischen Debussy-Forscher François Lesure zusammen und legte die facettenreiche Musik Debussys in Urtextausgaben in Henle-Qualität vor. Beginnend mit der "Danse bohémienne" aus dem Jahr 1880 finden sich in diesen drei Bänden alle Einzelwerke aus unserem Katalog, geordnet nach ihrer Entstehungszeit. Als kleine "Zugabe" wurde in Band I das Prélude zur Kantate "La Damoiselle élue" aufgenommen. Jeder der drei Bände wartet mit wahren pianistischen Highlights auf. Die Ausgabe lädt aber auch dazu ein, den modernen Klassiker Debussy in kleinen und weniger bekannten Werken von einer neuen Seite kennenzulernen. Jeder Band verfügt außerdem über ein hilfreiches Glossar, das sämtliche oft sehr bildhaften Vortragsanweisungen Debussys ins Englische und Deutsche überträgt. Bon anniversaire, Claude Debussy!

Pressestimmen
Rechtzeitig zum 150. Geburtstag des Komponisten 2012 hat der Henle-Verlag sämtliche Klavierwerke in drei stolzen Bänden vereinigt, deren Leinen oder Paperback nun den Händen glücklicher Besitzer schmeichelt. Was immer man vom ritualisierten Jubiläumsbetrieb der Musikwelt halten mag: wenn er solche Ausgaben hervorbringt, soll es uns recht sein. ... Das die bislang disparat verstreuten Brocken gleichförmig gestaltende und dabei auf höchstes ästhetisches Niveau anhebende Henle'sche Notenbild spiegelt auf seine Weise etwas vom sinnlichen Reiz dieser Musik. Bibliophile Naturen werden die drei Bände also wie eine Kostbarkeit in Händen halten, die Seiten mit den Daumen hin- und herschnurren lassen, damit das Auge immer wieder unerwartet auf Stellen fällt und vielleicht Zusammenhänge entdeckt, oder einfach um mit der Nase den Duft des Papiers einzusaugen und sich an der grafischen Opulenz und Eleganz von Debussys Notenbild zu erfreuen...
[Die Tonkunst, 2012]
Debussy und Henle, das ist eine lange Liaison, die bereits dreißig Jahre zurückreicht. ... Die Ausgabe lädt dazu ein, den modernen Klassiker Debussy in kleinen und weniger bekannten Werken von einer neuen Seite kennenzulernen.
[Piano News, 2012]
La nouvelle gravure des partitions est particulièrement soignée, claire et aérée.
[Pianiste, 2012]
... werkelijk een schitterend eerbetoon aan de 150-jarige.
[Pianowereld, 2012]
Inhalt
- Préludes 2e livre
-
Brouillards
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Feuilles mortes
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
La puerta del Vino
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Les fées sont d'exquises danseuses
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Bruyères
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
"General Lavine" - excentric
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
La terrasse des audiences du clair de lune
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Ondine
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Hommage à S. Pickwick
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Canope
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5/6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Les tierces alternées
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Feux d'artifice
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8/9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » - Six Epigraphes antiques
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Pour invoquer Pan, dieu du vent d'été
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour un tombeau sans nom
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour que la nuit soit propice
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour la danseuse aux crotales
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour l'Egyptienne
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour remercier la pluie au matin
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Berceuse héroique
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour l'oeuvre du "Vêtement du blessé"
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 4/5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » - Douze Etudes
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Pour les "cing doigts" d'après Monsieur Czerny
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les tierces
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les quartes
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les sixtes
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les octaves
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les huit doigts
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les degrés chromatiques
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8/9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les agréments
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les notes répétées
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les sonorités opposées
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les arpèges composés
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8/9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Pour les accords
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Élégie
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 4/5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades »
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
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| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010
