Streichinstrumente > Violine und Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Einzelsätze für Violine und Orchester KV 261, 269 und 373
Herausgeber: Wolf-Dieter Seiffert
Klavierauszug: Siegfried Petrenz
Fingersatz Violine: Kurt Guntner
Kadenzen: Kurt Guntner
14,50 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 50 (VIII, 22, 10, 10), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 707 · ISMN M-2018-0707-2
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 5)
Im Halbjahrestakt bringt Henle seit geraumer Zeit die Werke Mozarts für Violine und Orchester (Urtext-Klavierauszug) heraus. Jetzt sind die drei Einzelsätze dran. Einzigartige Pretiosen der Violinliteratur und zu bekannt, um sie hier besonders anpreisen zu müssen. Die Solostimme ist jeweils ein lupenreiner Urtext, bereichert durch Kadenzen, "Eingänge" sowie Fingersatz- und Strichbezeichnungen, der Klavierauszug ist klangschön und einfach zu spielen. Oder um mit dem Geiger Mozart zu sprechen: "es geht wie öhl".
Pressestimmen
The present edition of these works in piano reduction under the careful editorship of Wolf-Dieter Seiffert complements Henle’s earlier publication of the five concertos. … Seiffert provides a detailed and helpful preface to his edition, where, in addition to establishing editorial procedures, he reviews with clarity and logic the situation with regard to source material and compositional background. … The musical text itself is clear and readable. Seiffert takes great care to remain faithful to his sources. For example, his attention to details of articulation leads him to retain the distinction that Mozart makes between dots and strokes. … Perhaps because they remain single-movement torsos not yet successfully reunited with their intended host compositions, these works have not found the same favour with performers as have Mozart’s other compositions for solo violin. It is to be hoped that offering them in a keyboard reduction will provide greater accessibility to a larger performing audience and encourage the performances they deserve.
[Eighteenth-Century Music, 2005]
As youthful works of great charm as well as fine craftsmanship, they reflect Mozart’s love and understanding for the violin, which he himself played brilliantly. This latest edition by Henle contains the three single-movement works that are perhaps less well known but equally beautiful.
[Stringendo]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

