Streichinstrumente > Violine und Klavier
Gabriel Fauré
Berceuse op. 16
Herausgeber: Dominik Rahmer
Fingersatz Violine: Frank Peter Zimmermann
7,50 €
Urtextausgabe, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 20 (V, 7, 4, 4)
Bestell-Nr. HN 1101 · ISMN M-2018-1101-7
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 4)
Neben gewichtigen kammermusikalischen Werken wie den Klavierquartetten und Violinsonaten hinterließ Gabriel Fauré auch einige bezaubernde Miniaturen für Violine und Klavier. Dazu zählt insbesondere seine Berceuse op. 16 in D-dur, die nach der Uraufführung 1880 rasch zu einem seiner bekanntesten Stücke avancierte und in zahllosen Bearbeitungen publiziert wurde. In ihrer sanglichen Thematik und dem farbigen Klaviersatz klingt Faurés Arbeit an der kurz zuvor entstandenen 1. Violinsonate A-dur durch. Die vorliegende Urtextausgabe kann sich als erste Edition auf die Autographen Skizzen der originalen Violinfassung sowie auf das Manuskript von Faurés eigenhändiger Orchestrierung stützen.
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

