Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Isaac Albéniz
Iberia · Zweites Heft
Herausgeber: Norbert Gertsch
22,00 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 54 (VIII, 46), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 648 · ISMN M-2018-0648-8
Der erste Teil von Albéniz’ vierteiligem Zyklus „Iberia“ ist bereits in einer viel beachteten Urtextausgabe aus dem Hause Henle erhältlich und hat bei vielen Pianisten die Neugier auf die übrigen Hefte geweckt. Nun folgt also der zweite Teil dieser Sammlung klangvoller Porträts spanischer Orte. In „Rondeña“, „Almería“ und „Triana“ verschmilzt Albéniz erneut seine Kenntnis des europäischen Konzertrepertoires mit Elementen der spanischen Volksmusik, die er aber fast nie wörtlich zitiert, sondern auf authentische Weise neu erfindet. Die rhythmischen und klangmalerischen Effekte werden Spieler und Zuhörer in ihren Bann ziehen!
Pressestimmen
Der Notensatz ist lobenswert übersichtlich und es gibt vor Ort hilfreiche Erläuterungen, die eine Einstudierung ohne lästiges Nachschlagen ermöglichen.
[Neue Musikzeitung, 2010]
El mayor logro es la fusión que hace de diferentes fuentes, ediciones y de las correcciones del compositor no incluidas anteriormente. Es un texto ideal, que si bien nunca existió, resulta más aclarador y completo. … Un valcío colmado.
[Doce Notas, 2008]
Non più appannaggio esclusivo degli spagnoli, dunque, il lascito di Albéniz trova collocazione nell’ambito di prestigiose Urtextausgabe internazionali per cercare spazio fra interpreti dell’intero globo …
[Giornale della Musica, 2007]
De nieuwe Urtext is zonder meer een fenomenale prestatie. De complexiteit is vertaald naar een goed leesbare partituur, aangevuld met een uitgebreide bronvermelding en een verklarende tabel van voordrachts- en tempoaanduidingen.
[Pianowereld, 2007]
Inhalt
- Iberia · Zweites Heft
-
Rondeña
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Almería
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Triana
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8/9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades »
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

