Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen

Wolfgang Amadeus Mozart

Klaviersonate C-dur KV 279 (189d)

Herausgeber: Ernst Herttrich
Fingersatz: Hans-Martin Theopold

6,50 €

Urtextausgabe, broschiert
Ausführlicher Kritischer Bericht
(nicht in der Druckausgabe enthalten)
zum kostenlosen Download

Seiten: 17 (IV, 13), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 600 · ISMN 979-0-2018-0600-6

Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5/6)

Diese „Nr. 1“ von insgesamt 18 Klaviersonaten Mozarts ist nicht etwa die zuallererst komponierte. Es ist bekannt, dass das „Wunderkind“ Mozart schon zuvor mindestens vier, jedoch niemals aufgetauchte Klaviersonaten geschrieben hatte (KV Anh. 199–202). Und die Reihenfolge 1–6 der vermutlich Anfang 1775 in München geschriebenen Klaviersonaten (= KV 279—284) basiert lediglich auf Mozarts nachträglich vorgenommener Durchzählung (wobei ausgerechnet die Handschrift des ersten Satzes der ersten Sonate verschollen ist). In der Familienkorrespondenz werden diese sechs Sonaten übrigens mehrfach als die „schweren Sonaten“ bezeichnet. Das kann kaum in manuell-technischer Hinsicht gemeint sein, sondern dürfte eher, wie der Herausgeber der Henle-Urtextausgabe, Ernst Herttrich, mutmaßt, auf die enormen „ästhetisch-interpretatorischen Ansprüche“ gemünzt sein. Denn immerhin „versah Mozart … die sechs Sonaten mit einer ausgesprochen reichen dynamischen und artikulatorischen Bezeichnung … wie kein anderes seiner bis dahin entstandenen Werke“.

*****

In dieser C-Dur-Sonate sind es besonders das schöne lyrische Andante und der frische, an Haydn erinnernde Finalsatz, die die Sonate liebenswert machen, während der erst Satz mit seinen stark figurierten und präludierenden Elementen noch nicht den Melodiereichtum zeigt, der die späteren Sonaten auszeichnet. Der Aufbau ist transparent und einfach, und eine Überraschung bietet nur die Neuanordnung der Themen in der Reprise nach einer relativ ausgedehnten Durchführung. Alle drei Sätze stehen in Sonatenform. Im Finale stimmt der zweite Gedanke, mit dem auch die Durchführung beginnt, rhythmisch mit dem Finalsatz-Motiv von Haydns F-Dur-Sonate Hob. XVI/23 überein – ein Grund für die Annahme, dass Mozart Joseph Haydns sogenannte Kurzböck-Sonaten gekannt haben dürfte.

Paul und Eva Badura-Skoda

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