Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen

Wolfgang Amadeus Mozart

Klaviersonate C-dur KV 330 (300h)

Herausgeber: Ernst Herttrich
Fingersatz: Hans-Martin Theopold

6,50 €

Urtextausgabe, broschiert
Ausführlicher Kritischer Bericht
(nicht in der Druckausgabe enthalten)
zum kostenlosen Download

Seiten: 19 (V, 14), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 602 · ISMN 979-0-2018-0602-0

Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)

Wer jemals eine/n bedeutende/n Pianist/in mit dieser Sonate live erlebt hat (gelegentlich wird der langsame Mittelsatz – „Andante cantabile“ – als Zugabe gespielt), weiß um die Größe und Wirkung dieser nur scheinbar bescheidenen C-dur-Klaviersonate. Sie erschien im Druck zusammen mit der berühmten A-dur-Sonate („alla turca“) KV 331 und mit der lyrischen, technisch recht anspruchsvollen F-dur-Sonate KV 332 im Sommer 1784. Vermutlich sind diese drei Sonaten, entgegen der Annahme früherer Mozart-Forscher, erst wenig vor Drucklegung entstanden. Dieser Erstdruck ist editorisch wichtig, weil zahlreiche Details derart markant von Mozarts Handschrift abweichen, dass sie nur auf ihren Urheber selbst zurückgehen können. Das betrifft in der C-dur-Sonate KV 330 insbesondere den langsamen Satz, dessen wehmütig Abschied nehmende Schlusstakte im Autograph noch nicht zu finden sind.

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ERSTER SATZ Es überrascht nicht allzu sehr, dass die C-Dur-Sonate KV 330 in vieler Hinsicht einen starken Gegensatz zur vorhergehenden

a-Moll-Sonate darstellt, bedenkt man die biographische Situation Mozarts. Abgesehen vom dunkleren f-Moll-Mittelteil des zweiten Satzes ist nichts mehr von der Düsterkeit der Stimmung der a-Moll-Sonate zu spüren, der erste Satz ist geradezu in übertriebene, übermütige Fröhlichkeit getaucht.

ZWEITER SATZ Einer der schönsten aller Mozart’schen Andante-Sätze ist dann das nachfolgende Andante cantabile in F-Dur mit seinem wunderbaren f-Moll-Mittelteil und der feinen kontrapunktisch geführten Stimmführung des As-Dur-Teiles dieser Episode. Die letzten vier Takte stehen noch nicht im Autograph, sie wurden vermutlich von Mozart erst für den Erstdruck hinzukomponiert und runden den Satz auf bezaubernde Art ab.

DRITTER SATZ Der dritte Satz ist ein heiteres Allegretto in Sonatenform, dessen Thema wie in einem Klavierkonzert zwischen „Solo“ und „Tutti“ alterniert. Wie im ersten Satz führt die Durchführung ein neues Thema ein, das hier volksliedhaften Charakter zeigt. Man könnte den Text eines Wiener Scherzliedes Wort für Wort daruntersetzen: „unsre Katz hat Junge kriegt / siebne, achte, neune / ‘sletzte hat kein Schwanz net g’habt / Sieht man hinten eine …“

Paul und Eva Badura-Skoda

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0602.mp3

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