Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen

Wolfgang Amadeus Mozart

Klaviersonate C-dur KV 545 (Facile)

Herausgeber: Ernst Herttrich
Fingersatz: Hans-Martin Theopold

6,00 €

Urtextausgabe, broschiert
Ausführlicher Kritischer Bericht
(nicht in der Druckausgabe enthalten)
zum kostenlosen Download

Seiten: 15 (V, 10), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 164

Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 4/5)

Wie völlig anders in Klaviersatz und Gehalt ist die nachfolgende C-Dur-Sonate! Mit den Worten „Eine kleine Klavier-Sonate für Anfänger“ trug sie Mozart am 26. Juni 1788 in seinen handschriftlichen Katalog ein. Als „Sonate facile“ wurde sie erst längere Zeit nach Mozarts Tod veröffentlicht, wobei es unbegreiflich bleibt, warum sich die Verleger nicht schon zu seinen Lebzeiten um dieses köstliche Werk rissen. Sie gilt als ideales Unterrichtswerk. Das ist sie tatsächlich auch, aber außerdem ist sie mehr, denn Mozart hat ebenso wie Johann Sebastian Bach und Robert Schumann die höchsten Ansprüche an sich gestellt, wenn er für Anfänger schrieb. Der Titel „Facile“ (= leicht) ist insofern etwas irreführend, als diese Sonate gar nicht so leicht zu spielen ist. Denn gerade wegen ihrer Knappheit und Transparenz im Tonsatz stellt sie erhebliche Anforderungen auch an den reiferen Pianisten. So sind etwa die langen Gesangsbögen des zweiten Satzes nur von Spielern „mit langem Atem“ zu bewältigen; sie werden zwar nur von Alberti-Figuren begleitet, die jedoch – vor allem in der zweiten Episode – stets harmonische Bereicherungen und, besonders durch die Moll-Wendungen, auch eine beachtliche Vertiefung bringen. Und das äußerst knappe Schlussrondo spielt auf geistreiche Art so mit dem Rhythmus, dass der Hörer immer wieder verunsichert wird, wo der Auftakt und wo der Niederschlag liegt. Er ist am ehesten als „kindlich“ zu bezeichnen.
Paul und Eva Badura-Skoda

Weitere Informationen
YouTube-Empfehlung: Ann Schein

Hörbeispiel: Maria João Pires
Deutsche Grammophon 028947752004GB6

0164.mp3

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