Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Alexander Skrjabin
Klaviersonate Nr. 6 op. 62
Herausgeber: Valentina Rubcova
Fingersatz: Michael Schneidt
12,00 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 30 (V, 25), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 699 · ISMN M-2018-0699-0
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)
Die hochexpressive, einsätzige, 6. Klaviersonate Skrjabins entstand in einer Zeit intensiver Arbeit des Komponisten an seinen letzten Werken für Klavier. Sie ist von transzendenter Ausdrucksweise und reich an programmatischen Bezeichnungen. Der bedeutenden Skrjabin-Kennerin Valentina Rubcova (Moskau) stand für die vorliegende Ausgabe neben den frühesten Druckausgaben auch ein nahezu vollständiges Autograph der Sonate zur Verfügung.
Hörbeispiel: Roberto Szidon
Deutsche Grammophon 028947704928GTR3
Pressestimmen
The 6th piano sonata was written in 1911 and was first published the following year. The present edition is based on corrections made to the first publication as well as an autographed manuscript of an early version of the work.
[Sheet Music, 2001]
... on a retrouvé une version autographe, presque complète et cette dernière, outre l'édition Chiliaïev, a servi pour la présente édition afin d'éclaircir des passages problématiques. Les divergences des sources de correction sont notées et commentées - en anglais et allemand avec une traduction des indications d'exécution, précieuses chez Scriabine - en fin de volume. Enfin, l'éditrice, Valentina Rubcova (les doigtés sont de Michael Schneidt), a noté entre parenthèses ses propres ajouts.
[Crescendo, 2001]
... , als je dit stuk snel moet instuderen, dan is die klaarheid welkom. En het werd wel tijd voor een goed leesbare uitgave van het stuk. ... Die leesbaarheid is bij Henle nooit een probleem en redactrice Valentina Rubcova heeft er goed aan gedaan het werk van haar voorganger Nikolai Shilyayev op de voet te volgen. ...
[Pianowereld, 2001]
La Sonata n° 6, de Alexander Scriabin, forma parte de sus últimos trabajos para el teclado. Compuesta muy probablemente en 1911, editada un año después y estrenada el año de la muerte del compositor, 1915, esta Sexta Sonata conversa toda la potencia pianística de su autor y su gusto por el misterio. La impecable edición urtext de Henle restituye un material de calidad.
[Doce notas, 2001]
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

