Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen

Wolfgang Amadeus Mozart

Klaviersonate D-dur KV 311 (284c)

Herausgeber: Ernst Herttrich
Fingersatz: Hans-Martin Theopold

9,50 €

Urtextausgabe, broschiert
Ausführlicher Kritischer Bericht
(nicht in der Druckausgabe enthalten)
zum kostenlosen Download

Seiten: 23 (V, 18), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 752 · ISMN 979-0-2018-0752-2

Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5/6)

Diese „kleine“ D-dur-Sonate ist ein wenig das Stiefmütterchen (oder Veilchen?) unter Mozarts 18 Klaviersonaten. „Klein“ ist sie im Vergleich zu den beiden anderen Sonaten in derselben Klaviertonart D-dur (KV 284, vor allem aber KV 576) ihrer Dimension nach. Man hört sie recht selten im Konzert und auch im Klavierunterricht wird sie weniger häufig eingeübt. Natürlich umflort sie nicht die tragische Düsternis der a-moll-Sonate KV 310, und sie hat auch nicht einen so wunderbar innigen langsamen Satz wie die C-dur-Sonate KV 309 – mit diesen beiden KVs zusammen wurde die D-dur-Sonate 1778 in Paris gedruckt. KV 311 „lohnt sich“ pianistisch aber in vielerlei Hinsicht: Man kann sich im Kopfsatz an etlichen technischen Standard-Herausforderungen üben (Übergreifen der Hände, perlende Läufe, Sextenparallelen, „geschüttelte“ große Intervall-Repetitionen usw.). Im langsamen Satz („Andante con espressione“) feilt man an seiner Ausdruckskraft, was vielen Tastenspielern ja durchaus nicht leichtfällt (außerdem überrascht ein kompositorischer Kniff ab Takt 25). Das Finale wiederum erinnert in seinem schwungvollen 6/8-Takt nicht nur an die veritable „Jagd-Sonate“ KV 576, sondern könnte fast dem Solopart eines Mozart’schen Klavierkonzerts entsprungen sein. Also: eine lohnende Aufgabe, diese Sonate, die viel „schwerer“ klingt, als sie spieltechnisch ist.

*****

ERSTER SATZ Die D-Dur-Sonate KV 311 zeigt im ersten Satz gewisse Verwandtschaften zur älteren D-Dur-Sonate, der „Dürnitz-Sonate“. Auch hier ist der erste Satz ein orchestrales „brio“. Diese Sonate atmet wie die vorhergehende in C-Dur Mannheimerische Spielfreude und Fröhlichkeit. Eine Überraschung ist die Abweichung zwischen dem Ganzschluss in Takt 37 und dem Trugschluss in Takt 110.

ZWEITER SATZ Der zweite Satz kann formal als „Sonatenform-Satz ohne Durchführung“ bezeichnet werden. Das liedartige Thema besteht aus elf Takten (4+3+4). Es folgt ihm eine Episode, und danach überrascht anstelle eines kontrastierenden Seitenthemas eine wunderbar variierte Wiederkehr des Themas in D-Dur in Takt 25. Die Reprise setzt dann in Takt 39 ein.

DRITTER SATZ Der Schluss-Satz ist eines jener „Jagd-Rondos“ im 6/8-Takt, wie sie Mozart liebte und wie wir sie so oft in den Klaviersonaten (KV 576) wiederfinden.

Paul und Eva Badura-Skoda

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0752.mp3

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