Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Frédéric Chopin
Préludes
Herausgeber: Norbert Müllemann
Fingersatz: Hermann Keller
10,00 €
Urtextausgabe, Studien-Edition, broschiert
revidierte Ausgabe
Ausführlicher Kritischer Bericht
(nicht in der Druckausgabe enthalten)
zum kostenlosen Download
Seiten: 97 (XXI, 76), Größe 17,0 x 24,0 cm
Bestell-Nr. HN 9882 · ISMN M-2018-9882-7
Der gemeinsame Aufenthalt von Frédéric Chopin und George Sand auf Mallorca im Winter 1838/39 stand unter keinem guten Stern. Dennoch gelang es Chopin, dort seine bereits in Paris begonnenen „Préludes“ fertig zu stellen. Der heutige Interpret muss sich nicht nur mit zahlreichen Lesartenvarianten, sondern auch mit verfälschenden Aufführungstraditionen auseinandersetzen. Die „Préludes“ bilden den Auftakt unserer geplanten umfassenden Chopin-Revisionen; der Herausgeber berücksichtigt den aktuellen Stand der Forschung und legt quellenbedingte und „eingebürgerte“ Varianten im Textteil offen. Und noch ein Novum wird es hier geben: im gedruckten Heft findet sich ein knapper kritischer Apparat – im Internet (als Download) die ausführliche Fassung mit allen Details.
Inhalt
-
Prélude C-dur op. 28,1
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude a-moll op. 28,2
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude G-dur op. 28,3
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude e-moll op. 28,4
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude D-dur op. 28,5
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude h-moll op. 28,6
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude A-dur op. 28,7
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude fis-moll op. 28,8
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude E-dur op. 28,9
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude cis-moll op. 28,10
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude H-dur op. 28,11
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude gis-moll op. 28,12
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7/8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude Fis-dur op. 28,13
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5/6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude es-moll op. 28,14
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude (Regentropfen) Des-dur op. 28,15
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude b-moll op. 28,16
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude As-dur op. 28,17
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 6/7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude f-moll op. 28,18
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude Es-dur op. 28,19
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude c-moll op. 28,20
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude B-dur op. 28,21
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 5/6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude g-moll op. 28,22
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude F-dur op. 28,23
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude d-moll op. 28,24
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 9)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude cis-moll op. 45
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 6)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Prélude As-dur KK IVb,7
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 7)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » - Anhang:
- Prélude Nr. 3 Frühfassung
- Prélude Nr. 17 Frühfassung
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

