Kammermusik > Streichquartette
Ludwig van Beethoven
Streichquartett F-dur op. 135
Herausgeber: Rainer Cadenbach
21,00 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 60 (VI, 18, 12, 12, 12), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 744 · ISMN M-2018-0744-7
Als eines seiner letzten Werke ist Beethovens op. 135 beides zugleich: hochgerühmt für seine kompositorische Klarheit und unbefriedigend im Blick auf bisherige Editionsversuche. Problematisch sind die überlieferten Quellen. Denn Beethovens autographe Partitur enthält zahlreiche Widersprüche im Vergleich zu seiner eigenhändigen Stimmenabschrift. Diese Diskrepanzen glättete der deutsche Verleger der Erstausgabe 1827 nach eigenem Ermessen, da Beethoven inzwischen verstorben war. Spätere Ausgaben übernahmen diese Eingriffe. Mit unserer Veröffentlichung wagt Rainer Cadenbach als Erster den Versuch einer authentischen Ausgabe. Widersprüchliche Ausformungen des Werkes werden offen gelegt, wodurch die Musiker zu eigenen Entscheidungen animiert werden. Optimale Wendestellen der Seiten runden diese ambitionierte Neuausgabe ab.
Pressestimmen
Umso erfreulicher ist es daher, wenn Rainer Cadenbach, einer der besten Kenner des Beethovenschen Œuvres hierzulande, mit seiner Edition der späten Quartette gleich mehrere Desiderate einlösen kann. … Denn äusserst behutsam und mit großem musikalischen Einfühlungsvermögen ermittelt Cadenbach einen Text, der die faktische Unabgeschlossenheit des kompositorischen Prozesses respektiert, indem weder die letzten Korrekturen Beethovens wie bislang ignoriert werden, doch auch das triumphierende Pathos einer gänzlich neuen Lesart „allerletzter Hand“ vermieden wird. … das Ziel, den Praktikern eine Ausgabe vorzulegen, die nach aktuellem wissenschaftlichen Standard eine Lesart anbietet, deren Alternativen leicht zu erschließen und individuell zu diskutieren sind, ist voll und ganz erreicht.
[Editionen in der Kritik, 2008]
Der Henle-Verlag beschreitet mit dieser Ausgabe Neuland … Die jetzt vorgelegte Fassung berücksichtigt Beethovens letzte Wünsche und sogar die am Werk weitergeführte Kompositionsarbeit. Wegen der hervorragenden Quellenlage für das Quartett gibt Henle die Verantwortung an die Ausführenden weiter, die auf Basis dieser Neuerscheinung selbst entscheiden, wie Beethovens letztes Werk im Konzert erklingt.
[Schweizer Musikzeitung, 2004]
Bei den großzügig ausgelegten Stimmen fällt sowohl der ausgezeichnet lesbare Druck als auch das "umblättern-freundliche" Layout besonders angenehm auf.
Alles in allem eine der besten Neuerscheinungen am Notenmarkt.
[Musikerziehung, 2004]

