Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Muzio Clementi
Sechs Klaviersonatinen op. 36
Herausgeber: Ernst-Günter Heinemann
14,00 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 55 (VII, 48), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 848 · ISMN M-2018-0848-2
Clementi trat gegen Ende des 18. Jahrhunderts verstärkt für das Klavier in Nachfolge des Cembalos ein. Er komponierte ausdrücklich für das neue Instrument und veröffentlichte 1801 eine Klavierschule. Zeugnis seines pädagogischen Interesses sind auch die „Six progressive Sonatinas“ op. 36 – sechs Sonatinen in aufsteigendem Schwierigkeitsgrad, die bis heute im Klavierunterricht außerordentlich beliebt sind. Unsere Urtextausgabe folgt der etablierten Veröffentlichungstradition, indem sie dem Notentext die Erstausgabe von 1797 zugrunde legt. Clementis – erstaunlich moderner – originaler Fingersatz wurde im gesamten Werk übernommen.
Zum Henle-Clementi-Klavierwettbewerb
Pressestimmen
Many teachers consider Henle Verlag publications the "gold standard" of Urtext editions, particularly for advanced repertoire. Henle has recently published an Urtext edition of Clementi's Op. 36 Sonatinas, some of the most treasured works in the intermediate piano literature. This edition has the features teachers expect from Henle, especially reliance on original manuscripts and quality engraving on thick paper. ... Teachers who regularly teach these sonatinas should consider investing in the Henle edition – if not for students, then at least as a valuable reference for their own libraries.
[American Music Teacher, 2012]
De nieuwe uitgave van Henle biedt twee bijzonderheden: Clementi's eigen inventieve, speciaal op beginners gerichte vingerzetting en (als voorbeeld) een latere versie van de eerste sonatine.
[Piano Wereld, 2011]
Naast de prettig leesbare druk, die we van deze uitgever gewend zijn, is er een drietal zaken waardoor de uitgave de moeite waard is. Allereerst valt het gedegen voorwoord op ... Op sommige plaatsen zijn ze verrassend anders dan wat we in de meeste sonatinealbums aangereikt krijgen.
[Piano Bulletin, 2011]
Inhalt
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Klaviersonatine C-dur op. 36,1
Schwierigkeitsgrad (Klavier): leicht (Stufe 2/3)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine G-dur op. 36,2
Schwierigkeitsgrad (Klavier): leicht (Stufe 2/3)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine C-dur op. 36,3
Schwierigkeitsgrad (Klavier): leicht (Stufe 3)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine F-dur op. 36,4
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine G-dur op. 36,5
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine D-dur op. 36,6
Schwierigkeitsgrad (Klavier): mittel (Stufe 3/4)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades » -
Klaviersonatine - revidierte Fassung C-dur op. 36,(1)
Schwierigkeitsgrad (Klavier): leicht (Stufe 2/3)weitere Titel dieses Schwierigkeitsgrades »
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
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| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

