Streichinstrumente > Violine und Klavier
Johann Baptist Georg Neruda
Sonate a-moll für Violine und Basso continuo
Herausgeber: Sonja Gerlach, Zdenka Pilková
Fingersatz Violine: Karl Röhrig
Generalbassaussetzung: Sonja Gerlach
9,00 €
Urtextausgabe, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 32 (V, 10, 7, 7, 3), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 1049 · ISMN M-2018-1049-2
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 5)
Der böhmische Komponist Johann Baptist Georg Neruda (ca. 1711–1776) hat in den letzten Jahren vor allem durch sein viel gespieltes Trompetenkonzert wieder an größerem allgemeinem Interesse gewonnen. Als angesehener Geiger und langjähriges Mitglied der Dresdner Hofkapelle lag der Schwerpunkt seines kompositorischen Schaffens allerdings im Bereich der Violinmusik. Die gehaltvolle und technisch durchaus herausfordernde Violinsonate a-moll erschien 1982 im Rahmen unserer Edition „Böhmische Violinsonaten“ (HN 334) zum ersten Mal überhaupt im Druck und wird nun in einer praktischen Einzelausgabe mit neuem Vorwort sowie einer zusätzlichen unbezeichneten Stimme vorgelegt.
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

