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Susanne Popp: Max Reger
Thematisch-chronologisches Verzeichnis der Werke Max Regers und ihrer Quellen
Herausgeber: Susanne Popp
429,00 €
Leinen
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Musikeditionspreis
Addenda und Corrigenda
Seiten: 1616, Größe 17,5 x 25,8 cm, © 2011
Bestell-Nr. HN 2206 · ISBN 978-3-87328-123-3 · ISMN M-2018-2206-8
Die Reger-Forschung hat seit den 1980er-Jahren ein Bild der Vielfalt und Komplexität des Reger’schen Schaffens erarbeitet und den Komponisten als ersten Aussteiger aus der vermeintlichen Schlüssigkeit musikgeschichtlicher Entwicklung entdeckt. Im Musikleben dagegen überwiegen klischeehafte und auf einem kleinen Kanon von Werken fußende Vorstellungen. Dies soll nun anders werden.
Seit Beginn des neuen Jahrtausends wurde im Max-Reger-Institut Karlsruhe mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Verzeichnis der Werke Max Regers und ihrer Quellen erarbeitet, das bei uns die Reihe der Werkverzeichnisse von Beethoven, Brahms, Chopin und Schumann würdig fortsetzt. In ihm werden fundierte Kenntnisse sämtlicher Originalwerke und Bearbeitungen, ob gedruckt oder ungedruckt, vollendet oder fragmentarisch, in lesbarer Form vermittelt. Entstehungsgeschichte, Fundort und Beschaffenheit der handschriftlichen und gedruckten Quellen werden mit vielen neuen Forschungsergebnissen so umfassend vorgelegt, dass nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Interpreten, Musikliebhaber und Veranstalter einen Zugang zu dem heute vernachlässigten und in vielen Facetten überraschenden Oeuvre finden können.
Das Reger-Werkverzeichnis wird durch zahlreiche Register einfach und verständlich aufgeschlüsselt und hat alle Voraussetzungen, schnell zu dem maßgeblichen Nachschlagewerk in Sachen Max Reger zu werden.
Pressestimmen
Vor diesem Hintergrund muss es dann nicht mehr verwundern, dass das nun in zwei wahrlich ebenso kapitalen wie gewichtigen Bänden vorgelegte Reger-Werkverzeichnis (RWV) das Ergebnis einer langjährigen Teamarbeit darstellt, seit 2001 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Schon die Zahlen imponieren, und doch geben sie bloss einen Eindruck von der tatsächlich bis ins letzte Detail geleisteten Arbeit.
[Schweizer Musikzeitung, 2012]
Nun ist unter der Federführung von Susanne Popp, der Leiterin des Max-Reger-Instituts (Karlsruhe), ein umfassendes Werkverzeichnis entstanden, das alle modernen Ansprüche erfüllt.
[Forum Musikbibliothek, 2011]
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte und in beinahe zehnjähriger Arbeitszeit erstellte Reger-Werk-Verzeichnis wurde vom Münchener G. Henle-Verlag, einem Garant für wissenschaftlich wasserdichte Druckwerke, mit einem ersten Exemplar an die Herausgeberin Prof. Susanne Popp und damit der Öffentlichkeit übergeben. Eine editorische Großtat und ein Meilenstein für die Reger-Forschung.
[Mittelbayerische Zeitung, 2011]
Den Handbuchcharakter des RWV, das sich dem Schaffen eines im Musikleben – gemessen an seiner historischen Bedeutung – bislang zu wenig repräsentierten Komponisten widmet, unterstreichen auch viele für die musikalische Praxis nützliche Zusatzinformationen in den einzelnen Einträgen: etwa Angaben zu den Textdichtern und -vorlagen, zur Werkdauer, Notenincipits sowie umfangreiche Sekundärliteratur, die den Zugang zu Regers komplexem Œuvre noch vertiefen kann.
[Kultur lebendig, 2011]
Wären Komponisten-Werkverzeichnisse Gegenstände olympischer Ranglisten, so wäre dem neuen Reger-Werk-Verzeichnis die Goldmedaille sicher. (…) Auch inhaltlich werden neue Maßstäbe gesetzt, denn das Nachschlagewerk versteht sich mindestens ebenso als »Handbuch […] in lesbarer Form«, wie das Vorwort kundgibt, wie als philologisches Find- und Auskunftsbuch. (…) Das »handbuchartige« am RWV ist vielmehr Ausdruck von wissenschaftlicher Ausführlichkeit und Kennerschaft; Ausführlichkeit in der Entstehungsgeschichte eines Werkes ebenso wie in der Quellengeschichte, Kennerschaft in der ausschließlichen Beteiligung der Experten des Max-Reger-Instituts in Karlsruhe. (…)
Auch ist die Reger-Forschung selbst bislang ein Geschäft weniger. Das soll sich ändern, und zwar möglichst grundlegend, so lautet das Credo aus Karlsruhe, und wer die Herausgeberin Susanne Popp und ihr Team kennt, den wird die energische Wucht des Arguments, das nun zwischen vier stabilen Buchdeckeln der wissenschaftlichen Welt entgegengeschleudert wird, kaum wundern. (…) Werkverzeichnisse verändern die Forschung, und so wird auch dieser eindrucksvolle Neuling zweifelsohne seinen Weg machen. Dass er zu dick und zu teuer für die meisten Taschen ist, liegt in der Sache selbst und der Qualität der Aufbereitung begründet. Große Dinge haben eben ihren Preis, und so ist zu hoffen, dass dieses bedeutende Forschungsresultat nicht nur in Liebhaber- und ausgewählten Landesbibliotheksregalen landet, sondern in jeder ordentlichen Bibliothek, die behauptet, eine Musikabteilung zu führen. Denn dort gehört der »Reger« hin.
[Die Tonkunst, 2011]

