Tasteninstrumente > Klavier zu zwei Händen
Franz Liszt
Ungarische Rhapsodie Nr. 2
Herausgeber: Ernst Herttrich
Fingersatz: Andreas Groethuysen
Vorwort: Mária Eckhardt
10,50 €
Urtextausgabe, broschiert
Seiten: 35 (VII, 24, 4), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 803 · ISMN M-2018-0803-1
Schwierigkeitsgrad (Klavier): schwer (Stufe 8)
Mit den Nummern 2 und 6 machen wir nun den Anfang: Sämtliche „Ungarischen Rhapsodien“ Franz Liszts, diese genialen Klavierexzesse und Lieblinge jedes Virtuosen, stehen auf der Planungsliste der kommenden Jahre. Die ungarische Volksmusik war für Liszt zeitlebens eine Quelle der Inspiration. Berühmtestes Beispiel sind eben jene „Rhapsodies hongroises“ für Klavier, die den charakteristischen Synkopen-Rhythmus der Puszta-Melodien und das feurige Temperament des Csardas in der ganzen Welt bekannt machten. Die Beliebtheit dieser pianistisch sehr anspruchsvollen Kabinettstücke drückt sich in zahllosen Bearbeitungen aus, bis hin zu Übertragungen für Orchester.
Pressestimmen
Again, Henle’s preface is most informative, entertainingly reproducing both a complaint from pianist Heinrich Ehrlich (that Liszt had pinched his tunes) and Liszt’s subsequent disclaimer. The text itself adds several cadenzas Liszt later scribbled out for pubils Antonia Raab and Lina Schmalhausen – the first, although very short, manages to be tiresome but the others are fascinating options for pianists wanting even more notes to play.
[Music Teacher, 2006]
This edition brings some amazing revelations, including a dozen new passages that Liszt added to the piece, presented in a single edition for the first time. It includes fingerings that are both recreational and also practical, wonderful notes and well-written, inspiring commentaries. A real treasure trove of inspiration that makes one totally rethink the piece. But there’s no spoon-feeding – the edition leaves room for originality.
[International Piano 2006, Awards 2006, Best Sheet Music, New Edition]
Finally, tremendous gratitude and thanks to Herttrich again for an absolutely inspirational new Liszt second Hungarian Rhapsody, complete with a pull-out insert that presents fascinating extensions to various fermatas in the work which Liszt sketched for various pupils. … Even if students decide to ignore the many suggestions for extended passagework in this edition, they will unquestionably find the revelatory fingerings by Andreas Groethuysen extremely helpful. … Moreover, the beautiful layout, and the fascinating but unobtrusive footnotes, make study here a complete pleasure. Strongly recommended.
[International Piano, 2006]
Eigentlich kaum zu glauben, dass Listzts “Ungarische Rhapsodien”, diese genialen Klavierexzesse und Lieblinge jedes Virtuosen, bislang noch in keiner ordentlichen Urtext-Ausgabe zu haben waren. Henle macht nun mit den Nummern 2 und 6 den Anfang.
[Piano News, 2006]
De nieuwe Urtext van Henle biedt niet alleen een uiterst overzichtelijke bladspiegel voor deze Olympus der virtuositeit, maar geeft als extra bonus een inlegvel met enige door Liszt voor zijn leerlingen Raab en Schmalhausen gecomponeerde varianten en cadensen.
[Pianowereld, 2006]
Die Schwierigkeitsgrade der
Klaviermusik im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Klaviermusik im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Bach, Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, Nr. 4 und 5 |
| 2 | Bach, Wohltemperiertes Klavier I, Nr. 1 Präludium C-dur | |
| 3 | Beethoven, Klaviersonaten op. 49,1 und 2 | |
| 4 | mittel | Grieg, Lyrische Stücke op. 12, Nr. 4 |
| 5 | Schumann, Fantasiestücke op. 12, Nr. 1 | |
| 6 | Chopin, Nocturnes op. 27, Nr. 1 und 2 | |
| 7 | schwer | Beethoven, Klaviersonate op. 10, Nr. 3 |
| 8 | Beethoven, Klaviersonate op. 81a | |
| 9 | Schumann, Toccata op. 7 |
Schwierigkeitsgrade als Leitfaden
„Was heißt schon ‚schwer‘? Entweder man kann spielen oder man kann nicht spielen“ – so die lapidare Bemerkung des großen Geigers Nathan Milstein, angesprochen auf die unglaublichen Schwierigkeiten der Capricen op. 1 von Niccolo Paganini.
Sofort wird damit die Relativität von „Schwierigkeitsbewertungen“ in der Musik deutlich. Ich stelle mich dennoch gerne dieser großen Herausforderung, die der G. Henle Verlag an mich herangetragen hat. Denn ich weiß von vielen Kollegen und aus eigener Erfahrung, wie hilfreich solch ein Leitfaden sein kann. Vor allem, um „passende“ Stücke aufzufinden. Zum Beispiel für Instrumentallehrer, die auf den unterschiedlichsten Ebenen unterrichten, vom Anfänger bis zur Vorbereitung auf die Hochschulen, aber auch für alle interessierten Laien, denen ein solcher Leitfaden helfen will.
Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für neun Schwierigkeitsgrade, die ich in drei Gruppen unterteilt habe: 1–3 (leicht), 4–6 (mittel), 7–9 (schwer). In die Schwierigkeitsgrad-Bewertung fließen dabei möglichst viele Parameter ein. Ich bewerte nicht allein die Anzahl von schnell oder langsam zu spielenden Noten oder von Akkordfolgen; ganz entschieden wichtig sind darüber hinaus die Komplexität der Faktur eines Stückes, die Kompliziertheit seiner Rhythmik, die Schwierigkeit der Lesbarkeit beim ersten Erfassen des Notentextes und nicht zuletzt, wie leicht oder wie schwer es ist, die musikalische Struktur des Stückes zu erfassen. Als „Stück“ definiere ich dabei die musikalische Einheit etwa einer Sonate oder eines Einzelstücks im Zyklus, weshalb zum Beispiel Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ Band 1 insgesamt 48 Schwierigkeitsgrade enthält (jedes Präludium und jede Fuge separat), Schumanns fis-moll-Sonate op. 11 jedoch nur eine einzige Ziffer. Maßstab meiner Bewertung ist die vorspielreife Darbietung eines Stücks.
Während der Bewertungsarbeit hat sich herausgestellt, dass der Bereich der mittleren Schwierigkeitsgrade (4–6) am heikelsten ist. Hin und wieder führt das dazu, dass ein Stück zum Beispiel mit der Kategorie „3/4“ zu bewerten ist, obwohl es allein vom Klaviertechnischen her eine „3“ verdient hätte. Als Beispiel für solch eine „Grenzüberschreitung“ (leicht/mittel) diene das erste Stück der Schumannschen „Kinderszenen“ op. 15 Von fremden Ländern und Menschen oder in die andere Richtung „6/7“ ein Teil der Bachschen „Englischen Suiten“. Und selbstverständlich gibt es auch innerhalb einer Hauptkategorie „Von-bis“-Wertungen (z. B. 7/8).
Jedwede Bewertung von Kunst und Musik bleibt selbst bei Vorgabe größter Objektivität immer subjektiv. Bei aller Sorgfalt, um die ich mich bemüht habe, bin ich mir im tiefsten Inneren durchaus der Anfechtbarkeit des Ergebnisses meiner Arbeit im Klaren, so dass ich für Anregungen jederzeit dankbar bin.
Prof. Rolf Koenen © 2010

