Streichinstrumente > Violine und Klavier
Johannes Brahms
Violinkonzert D-dur op. 77
Herausgeber: Linda Correll Roesner, Michael Struck
Klavierauszug: Johannes Umbreit
Fingersatz Violine: Frank Peter Zimmermann
20,00 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 124 (X, 51, 30, 33), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 818 · ISMN M-2018-0818-5
Schwierigkeitsgrad (Violine): schwer (Stufe 9)
Schon von den Zeitgenossen mit Begeisterung aufgenommen, ist Brahms’ einziges Violinkonzert noch heute ein zentrales Repertoirestück. Es gibt Zeugnis von Brahms’ fruchtbarer Zusammenarbeit mit Joseph Joachim, der eine eigene Kadenz beisteuerte. Der originale und pianistisch äußerst anspruchsvolle Klavierauszug des Komponisten wurde für unsere Ausgabe von Johannes Umbreit behutsam erleichtert. Basierend auf dem Notentext der Neuen Brahms-Gesamtausgabe, enthält diese Urtextausgabe im Anhang eine in praktischen Ausgaben bisher unveröffentlichte Variante der Joachim-Kadenz. Neben den originalen Bezeichnungen Joachims bietet sie außerdem Fingersatzvorschläge von Frank Peter Zimmermann.

Pressestimmen
Die vom Henle Verlag vorgelegte neue Ausgabe dieses Standardwerkes der Violinliteratur ist ein Musterbeispiel für eine Edition mit höchsten Qualitätsansprüchen. Einmal mehr wird der renommierte Verlag seinem exzellenten Ruf für Zuverlässigkeit und Praxisnähe gerecht. ... Für den historisch interessierten wie auch praxisbezogenen Geiger hält diese Ausgabe einen wahren Trumpf bereit: Es ist das Hinzufügen der Joachim-Kadenz in einer heute nicht bekannten, kürzeren Fassung, die von Brahms gegenüber der überall üblichen längeren Version bevorzugt wurde. ... Im Gegensatz zu manch älteren Ausgaben mit teilweise problematischen und praxisfernen Fingersätzen, die nicht dem heutigen Stand der Spieltechnik entsprechen, fühlt man sich als Geiger mit den Spielanweisungen von Frank Peter Zimmermann gleichsam an die Hand genommen und wird auf die denkbar beste Art durch die technischen Anforderungen dieser berühmten Violinstimme geleitet. ... Das für das Auge angenehme Layout und das hochwertige Papier runden diese mustergültige Ausgabe ab. Sie gehört in das Notenarchiv jedes an diesem Werk ernsthaft Interessierten, sei er Student, Lehrer, Laie, Musiker oder "bloß" Bewunderer dieser großartigen Seiten der Violinliteratur.
[Das Liebhaberorchester, 2012]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013
