Streichinstrumente > Violine und Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 4 D-dur KV 218
Herausgeber: Wolf-Dieter Seiffert
Klavierauszug: Siegfried Petrenz
Fingersatz Violine: Kurt Guntner
Kadenzen: Kurt Guntner
14,50 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
mit bezeichneter und unbezeichneter Streicherstimme
Seiten: 61 (III, 26, 16, 16), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 680 · ISMN M-2018-0680-8
Schwierigkeitsgrad (Violine): schwer (Stufe 7)
– Violinstimme: Die Edition besorgte ein ausgewiesener Mozart-Spezialist, der im Henle Verlag weitere Urtextausgaben von Mozart vorlegte (u.a. sämtliche Sonaten für Klavier und Violine, HN 77, 78, 79, 80). Die Edition gibt den Text des Autographs wieder, die wenigen philologisch und aufführungspraktisch problematischen Stellen sind in Fußnoten kommentiert.
– Kadenzen und Eingänge: Sie stammen von dem ausgezeichneten Mozart-Kenner, Violinvirtuosen und Hochschulprofessor Kurt Guntner.
Achtung: Die Kadenzen und Eingänge unterliegen dem Urheberrecht und sind weltweit geschützt (GEMA); bitte melden Sie ihre Benutzung in Aufführungen und Aufnahmen dem Verlag bzw. der GEMA.
– Klavierauszug: Ihn hat der profunde Mozart-Kenner und renommierte Generalbaßspezialist Siegfried Petrenz geschrieben. Er strebt einen gut klingenden, technisch nicht allzu anspruchsvollen Klaviersatz an, der sich deutlich von den verbreiteten, am Orchestersatz orientierten Klavierauszügen abhebt. Dadurch wird auch der typischen Unterrichtssituation Rechnung getragen, in der nicht unbedingt immer ein professioneller Korrepetitor die Violine begleitet.
Pressestimmen
La réduction pour piano du Concerto pour violon No. 4 ré majeur KV 218 de Mozart se base sur la partition "Urtext" reposant elle-meme exclusivement sur l'autographe de Mozart. Cette réduction pour piano représente l'exemple par excellence d'une partition très musicale et d'exécution facile, ce qui facilitera certainement le travail des musiciens amateurs.
[Pizzicato]
... Zum einen ist der Klavierpart bei Henle wesentlich schlanker und durchsichtiger (und damit auch technisch leichter) gestaltet als bei anderen Verlagen ..., zum anderen überzeugt die Einrichtung der Violinstimme durch Kurt Guntner. Da gibt es keine pseudovirtuosen Schluchzer und Rutscher, die Strichvorschläge führen zu kurzer, luftiger Bogenführung, die neuen Kadenzen sind keine technisch überladenen Schaustücke, sondern nutzen relativ einfache, aber glanzvolle Mittel, das Instrument in seiner klanglichen Eigenart zu charakterisieren ... Einfach, aber durchdacht, geschmackvoll, verständlich, übersichtlich – so können Urtextausgaben eben auch sein.
[Das Liebhaberorchester]
L’originalité de cette réduction réside dans le fait que la partie de piano sonne bien tout en évitant au pianiste accompagnateur de trop grandes difficultés techniques, ne privilégiant pas le fait de rejoindre l’écriture orchestrale. Une grande attention a été portée à la distinction entre la « staccato » et le « trait », le point ayant tendance à prendre la forme du trait dans l’écriture rapide de Mozart, les manuscrits autographes de Mozart étant les seules sources de cette édition Urtext. Quelques problèmes d’éditions sont annotés là où ils se présentent ; la partie soliste est augmentée de propositions techniques et de cadences de Kurt Guntner.
[Crescendo, 2001]
Mr. Gunter`s suggested fingerings are entirely logical from a violinistic point of view with slurs and phrasing always in style. (It is interesting to compare earlier editions that contained many more shifts and less than exemplary slurring). His cadenza is an amalgam of several well-known examles while he also adds his own embellishments to the main motifs of each movement. The short improvisatory lead-ins back to the main theme in the last movement are fluidly and imaginatively written. This is altogether a painstaking, carefullys crafted account of the solo part.
Siegfried Petrenz`s piano reduction is sufficiently abundant in harmony while the texture remains clearer than earlier versions that were more closely based on the orchestral writing. The keyboard part indicates the relevant instrumentation (for example, horns, oboes, violas and general tuttis)
As is usually the case with Henle, this new publication is spacious in layout with well-organized page turns and meticulous attention to detail.
[Music Teacher Magazine]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

