Streichinstrumente > Violine und Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 5 A-dur KV 219
Herausgeber: Wolf-Dieter Seiffert
Klavierauszug: Siegfried Petrenz
Fingersatz Violine: Kurt Guntner
Kadenzen: Kurt Guntner
16,50 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
Seiten: 60 (IV, 36, 20), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 679 · ISMN M-2018-0679-2
Schwierigkeitsgrad (Violine): schwer (Stufe 7)
– Violinstimme: Die Edition besorgte ein ausgewiesener Mozart-Spezialist, der im Henle Verlag weitere Urtextausgaben von Mozart vorlegte (u.a. sämtliche Sonaten für Klavier und Violine, HN 77, 78, 79, 80). Die Edition gibt den Text des Autographs wieder, die wenigen philologisch und aufführungspraktisch problematischen Stellen sind in Fußnoten kommentiert.
– Kadenzen und Eingänge: Sie stammen von dem ausgezeichneten Mozart-Kenner, Violinvirtuosen und Hochschulprofessor Kurt Guntner. Achtung: Die Kadenzen und Eingänge unterliegen dem Urheberrecht und sind weltweit geschützt (GEMA); bitte melden Sie ihre Benutzung in Aufführungen und Aufnahmen dem Verlag bzw. der GEMA.
– Klavierauszug: Ihn hat der profunde Mozart-Kenner und renommierte Generalbaßspezialist Siegfried Petrenz geschrieben. Er strebt einen gut klingenden, technisch nicht allzu anspruchsvollen Klaviersatz an, der sich deutlich von den verbreiteten, am Orchestersatz orientierten Klavierauszügen abhebt. Dadurch wird auch der typischen Unterrichtssituation Rechnung getragen, in der nicht unbedingt immer ein professioneller Korrepetitor die Violine begleitet.
Pressestimmen
Wolf-Dieter Seiffert a noté entre parenthèses les ajouts indispensables à l’interprétation et, pour la partie soliste, propose, outre les arrangements techniques, des cadences et signes d’entrée. Contrairement aux partitions qui existaient jusqu’ici, la réduction pour piano de Sigfried Petrenz ne vise pas à rejoindre l’écriture orchestrale mais bien l’efficacité : elle sonne bien sans présenter trop de difficultés techniques.
[Crescendo, 2001]
Zum einen ist der Klavierpart bei Henle wesentlich schlanker und durchsichtiger (und damit auch technisch leichter) gestaltet als bei anderen Verlagen (wie etwa der Peters- oder Breitkopf)..., zum anderen überzeugt die Einrichtung der Violinstimme durch Kurt Guntner. Da gibt es keine pseudovirtuosen Schluchzer und Rutscher, die Strichvorschläge führen zu kurzer, luftiger Bogenführung, die neuen Kadenzen sind keine technisch überladenen Schaustücke, sondern nutzen relativ einfache, aber glanzvolle Mittel, das Instrument in seiner klanglichen Eigenart zu charakterisieren ... Einfach, aber durchdacht, geschmackvoll, verständlich, übersichtlich – so können Urtextausgaben eben auch sein.
[Das Liebhaberorchester, 2001]
Für das Violinkonzert KV 219 hat Kurt Guntner Fingersatz und Strichbezeichnung geliefert, außerdem Kadenzen und Eingänge komponiert (alle Zusätze stehen nur in der separaten Stimme der Solo-Violine; im Klavierauszug findet sich der "Urtext" abgedruckt)... Alle Ausgaben enthalten Vorworte mit knappen Abrissen der jeweiligen Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte; bei den Kammermusikwerken sind außerdem Bemerkungen zur Textgestalt beigegeben. Fazit: Diese "taubenblauen Urtexte" sollten den Weg auf viele Notenpulte finden!
[Acta Mozartiana, 2001]
Les éditions Henle sortent une nouvelle collection comprenant les grandes pages de la musique concertante du répertoire avec la partie orchestrale réduite à un piano. ... Cette collection comporte les doigtés pour la partie soliste, une présentation claire (avec un effort particulier concernant les tournes) ainsi qu'une introduction trilingue.
[Ecouter voir, 2000]
El Concierto para violin n° 5, de Mozart, es una nueva ocasión para comprobar el alto nivel de las ediciones urtext que prepara la casa de Munich en su actual serie con la orquesta reducida a piano. Ni la escritura manuscrita de Mozart (siempre impecable) ni los originales conservados presentan grandes dificultades; pero la edición critica siempre se agradece en el apartado de los modos de ataque y articulaciones.
[doce notas]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

