Streichinstrumente > Violine und Klavier
Johann Sebastian Bach
Violinkonzert a-moll BWV 1041
Herausgeber: Hans Eppstein
Klavierauszug: Johannes Umbreit
Fingersatz Violine: Kurt Guntner
15,00 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 42 (III, 19, 10, 10), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 671 · ISMN M-2018-0671-6
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 5)
1. Edition: Bachs Autograph ist sehr sauber und fehlerfrei geschrieben. Einige wenige problematische Stellen sind in Fussnoten an Ort und Stelle kommentiert.
2. Klavierauszug: Er ist ganz bewußt leicht und gleichzeitig gut klingend gesetzt, um eine Begleitung prima vista zu ermöglichen.
3. Allgemeines: Um gute Wender während des Musizierens zu ermöglichen, wurde eine Seite unbedruckt gelassen.
Pressestimmen
...Texte über jeden Zweifel erhaben. Zuverlässig geben die Solostimmen Auskunft darüber, "was uns die Quellen erzählen" und bieten mit dem Klavierauszug der Orchesterbegleitung die solide Basis fürs häusliche und professionelle Studium.
Bachs a-Moll Konzert ... besticht in der Ausgabe Hans Eppsteins zunächst einmal durch das klar und großzügig gesetzte Notenbild der Solostimme. Dem ersten Satz sind fast drei, dem dritten Satz vier (jeweils auszuklappende) Seiten gewidmet, so dass es mit zweimaligem Umblättern getan ist.
[Neue Musikzeitung]
... Les éditions Henle sortent une nouvelle collection comprenant les grandes pages de la musique concertante du répertoire avec la partie orchestrale réduite à un piano. ... Cette collection comporte les doigtés pour la partie soliste, une présentation claire (avec un effort particulier concernant les tournes) ainsi qu'une introduction trilingue.
[Ecouter voir]
... doch erscheinen diese Ausgaben aus verschiedenen Gründen empfehlenswert. Dies beginnt bereits mit der sehr spielfreundlich eingerichteten Aufmachung von BWV 1041, durch die der Kopfsatz und v.a. auch das rasche Allegro (wie auch in BWV 1042) ohne hastiges Blättern bewältigt werden können. Reduziert und ansprechend präsentieren sich die Violinstimmen, die vom Münchner Geiger Kurt Guntner mit Fingersätzen und Strichen versehen worden sind. ... Die Überlegenheit langjähriger Erfahrung des praktizierenden Musikers, die aus den Eintragungen spricht, dürfte auch eingefleischten Traditionalisten unmittelbar einsichtig werden. Die Klavierparts sind aufs Nötigste beschränkt und erinnern an den Cembalopart der Bach'schen Violonsonaten; so können diese drei klassischen Konzerte mit Gewinn und Geschmack kammermusikalisch musiziert werden.
[Das Liebhaberorchester]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

