Streichinstrumente > Violine und Klavier
Peter Iljitsch Tschaikowsky
Violinkonzert D-dur op. 35
Herausgeber: Ernst Herttrich
Klavierauszug: Johannes Umbreit
Fingersatz Violine: Kurt Guntner
24,50 €
Urtextausgabe, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Orchestermaterial bei Breitkopf & Härtel
Seiten: 137 (X, 65, 31, 31), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 685 · ISMN M-2018-0685-3
Schwierigkeitsgrad (Violine): schwer (Stufe 9)
Eduard Hanslick, der gefürchtete Kritiker seiner Zeit, fand anlässlich der Uraufführung nur wenig gnädige Worte: Es werde nicht mehr Violine gespielt, sondern „gezaust, gerupft, gebläut“. Den Siegeszug von Tschaikowskys einzigem Violinkonzert konnte er dennoch nicht aufhalten. Die enormen technischen Anforderungen machen es zu einem Prüfstein für jeden Virtuosen; seine Wirkung bezieht es aber vor allem aus seiner hohen Expressivität – welcher Geiger liebt nicht die lyrisch-schwermütige „Canzonetta“? – und durch sein slawisches Temperament. Endlich und erstmals liegt nun auch dieser Meilenstein der Violinliteratur in einer textkritischen Ausgabe vor, die seiner ursprünglichen Gestalt gerecht wird.
Hörbeispiel: Nathan Milstein
Deutsche Grammophon 028947787778GH
Pressestimmen
Gleichwohl bietet die Ausgabe den wohl gegenwärtig besten Notentext des Werks und macht mit einer Fülle von sehr interessanten Varianten vertraut, die nun problemlos studiert werden können.
[Das Orchester, 2012]
Endlich und erstmals liegt nun auch dieser Meilenstein der Violinliteratur in einer textkritischen Ausgabe vor, die seiner ursprünglichen Gestalt gerecht wird.
[Neue Musikzeitung, 2008]
Die Einrichtung durch Kurt Guntner ist ebenfalls optisch sehr ansprechend, da vor allem nicht überladen. Und liest man beispielsweise die Fingersätze, die Guntner vorschlägt, so ist man verblüfft, ob der logischen Stringenz, mit der sie zu den einzelnen Passagen passen.
[Liebhaberorchester, 2007]
In presenting this urtext, Henle offers no such changes and also steers clear of the more romantic reading inherent in Oistrakh’s fingering suggestions. … The whole history of the concerto and its origins are extensively discussed in the Preface while the Critical Comments detail all markings and differences from the sources. … The violin part is faithful to the composer’s original intentions and is a welcome addition to the existing array.
[Stringendo, 2006]
The new Henle edition of Tchaikovsky’s Violin Concerto is a welcome addition to the existing array of versions, offering an interesting perspective on this ever-popular work. … The editorial comments are concise, helpful and meticulously researched, and the piano edition, taken from Tchaikovsky’s original violin-piano version as well as the much later score, offers a practical reading.
[The Strad, 2006]
Pour la première fois ici, l’œuvre est publiée dans une édition critique prenant en compte sa forme originale.
[Crescendo, 2006]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

