Streichinstrumente > Violine und Klavier
Alban Berg
Violinkonzert
Herausgeber: Michael Kube
Klavierauszug: Jan Philip Schulze
Fingersatz Violine: Frank Peter Zimmermann
27,00 €
Urtextausgabe, Klavierauszug, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme, Orchestermaterial bei Breitkopf & Härtel
Seiten: 111 (XII, 59, 20, 20), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 821 · ISMN M-2018-0821-5
Schwierigkeitsgrad (Violine): schwer (Stufe 9)
Die Entstehung von Bergs Violinkonzert im Jahr 1935 ist von tragischen Umständen geprägt. Als die ersten Skizzen entworfen waren, starb Manon Gropius – die Tochter von Walter Gropius und Alma Mahler, mit der Berg freundschaftlich verbunden war – an Kinderlähmung. In Erinnerung an sie widmete er das Konzert „dem Andenken eines Engels“. Doch auch Alban Berg selbst starb noch 1935 – Uraufführung und Drucklegung erlebte er nicht mehr. Unsere Ausgabe – Violinstimme und Klavierauszug – geht auf die von Michael Kube herausgegebene Partitur zurück, die parallel samt Orchestermaterial und Taschenpartitur in Koproduktion im Verlag Breitkopf & Härtel erscheint; für die Bezeichnung der Violinstimme konnte der renommierte Geiger Frank Peter Zimmermann gewonnen werden. Diese Ausgabe ist weltweit lieferbar.
Hörbeispiel: Itzhak Perlman
Deutsche Grammophon 028944744521GOR
Pressestimmen
Questo capolavoro del Novecento è ora disponibile in una nuova edizione Urtext, co-produzione fra due importanti case tedesche. Sono state considerate e confrontate tutte le fonti autografe disponibili: (…) La complessa e affascinante genesi dell´opera è ben discussa nella prefazione (tedesco e inglese).
[Suonare, 2011]
Somit ist bei Henle die neueste Forschung mit einer praktischen Ausgabe glücklich vereint.
[ESTA, 2011]
Eine radikale Neuerung des Notentextes ist angesichts der guten Quellenlage nicht zu erwarten gewesen, dafür überzeugt das Henle-Material durch hervorragende Les- und Spielbarkeit. Und dass sich mit Frank Peter Zimmermann ein quellenkritisch erfahrener Virtuose von internationalem Rang gefunden hat, um den Solopart mit Fingersätzen auszustatten, dürfte vor allem unsere jungen Geigenstudenten interessieren.
[Das Ensemble, 2010]
... die Neuausgabe von Alban Bergs Violinkonzert durch Michael Kube ... ist bei der Komplexität des viel gespielten Werkes eine sehr anspruchsvolle Aufgabe: Wo hat Berg bewusst gegen die Reihe verstoßen, wo handelt es sich um ein Versehen? Immerhin, Kube hat doch einiges an falschen Noten korrigiert und entreißt damit die editorische Hoheit dem Originalverlag Universal Edition. ... Hier wurde eine neue Grundlage geschafffen.
[NMZ, 2011]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

