Streichinstrumente > Violine und Klavier
Johannes Brahms
Violinsonate G-dur op. 78
Herausgeber: Hans O. Hiekel
Fingersatz: Hans-Martin Theopold
Fingersatz Violine: Karl Röhrig
Vorwort: Wolfgang Sandberger
12,50 €
Urtextausgabe, broschiert
mit einer bezeichneten und einer unbezeichneten Streicherstimme
Seiten: 65 (IX, 30, 13, 13), Größe 23,5 x 31,0 cm
Bestell-Nr. HN 75 · ISMN M-2018-0075-2
Schwierigkeitsgrad (Violine): mittel (Stufe 6)
Ihren Beinamen „Regenliedsonate“ verdankt die G-dur-Sonate zwei Melodien aus Brahms’ „Regenliedern“ op. 59 Nr. 3 und 4, die zu Beginn des Finalsatzes zitiert werden. Ein Schmuckblatt mit den ersten 24 Takten des „Adagio“, das erst kürzlich wiederaufgefunden wurde und dieser Ausgabe im Faksimile beigegeben wird, offenbart die Verbindung des Werkes zu Clara Schumann und ihrem jüngsten Sohn. Felix, Brahms’ Patenkind und ein begabter Geiger, war schwer erkrankt und starb, bevor das Werk vollendet war. In einem Widmungsbrief auf der Rückseite des Blattes drückt Brahms seine tiefe Anteilnahme und die besten Wünsche aus. Unsere Einzelausgabe aus dem Gesamtband der Violinsonaten von Brahms (HN 194) enthält ein Vorwort von Wolfgang Sandberger, das die Entstehungsgeschichte der „Felix-Sonate“ ausführlich beleuchtet.
Pressestimmen
What is particularly interesting about this new publication …, is the much longer, detailed and informative Preface. … This publication would seem extremely good value for money – whatever the current exchange rate!
[ESTA – Arco Magazin, 2009]
To mark this significant discovery, Henle has reprinted the sonata with a beautiful sepia facsimile of the sketch/letter. There are two violin parts; an edited version and an urtext one; handy if one wants a part uncluttered by someone else’s fingerings and bowings.
[Stringendo, 2009]
Die Schwierigkeitsgrade der
Musik für Violine im G. Henle Verlag
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| leicht | mittel | schwer | ||||||
Die Schwierigkeitsgrade der Musik für Violine im G. Henle Verlag
| Stufe | Grad | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | leicht | Beethoven, 6 Deutsche Tänze WoO 42 |
| 2 | Beethoven, Rondo G-dur WoO 41 | |
| 3 | Mozart, Violinsonate F-dur KV 547 | |
| 4 | mittel | Haydn, Violinkonzert A-dur Hob. VIIa:3 |
| 5 | Bach, Violinkonzert a-moll BWV 1041 | |
| 6 | Brahms, Violinsonate G-dur op. 78 | |
| 7 | schwer | Paganini, Nr. 9 aus Capricci op. 1 |
| 8 | Beethoven, Violinkonzert D-dur op. 61 | |
| 9 | Berg, Violinkonzert |
Die gesamte Violinliteratur im Katalog des G. Henle Verlags wurde von mir von „sehr leicht" bis „sehr schwer" eingestuft. Modell war dabei für mich das von Rolf Koenen für den Henle-Klavierkatalog entwickelte Einordnungssystem in neun Stufen. Anders als bei den Soloklavierwerken verzichte ich auf Zwischenstufen.
Ein solcher Versuch wird in gewissen Punkten immer „relativ" bleiben. Das Werk ist das Werk, relativ ist das technische und musikalische Vermögen des Spielers. Betrachten wir beispielsweise Mozart aus der Ebene eines Arthur Grumiaux oder aus der Entwicklungsphase eines sehr jugendlichen Schülers. Es ist klar, an wen sich meine Schwierigkeitsgrade richten: an den Schüler bzw. dessen Lehrer. Natürlich versuche ich, den rein technischen Schwierigkeitsgrad stets objektiv zu erfassen. Aber alles „zwischen den Zeilen", bleibt bei der Wertung in den Händen eines jeden Musikers. Entsprechend unserer Fähigkeiten werden wir also mit der gleichen Passion immer Violinwerke unterschiedlich „schwierig" empfinden.
War es noch zu Beginn ein gewisses Wagnis und Neuland, Violinliteratur in Schwierigkeitsstufen von 1–9 einzuordnen, so kam ich am Ende meiner Arbeit zu einem auch für mich sehr aufschlussreichen Überblick über all die Violinwerke im Katalog des G. Henle Verlags.
Ernst Schliephake © 2013

