Schumann-Jahr 2010

Schumann Forum 2010

"Schumann: Das Klavierkonzert (Fortsetzung vom 1. Februar 2010)"

von Wolf-Dieter Seiffert
Geschäftsführer G. Henle Verlag

15. Februar

Sie, meine verehrten Besucher des Schumann-Forums 2010, haben wahrscheinlich Ihre besondere Lieblingsaufnahme des Schumannschen Klavierkonzerts op. 54. Wenn Sie mögen, schreiben Sie mir doch mit knapper Begründung welches IHR absoluter FAVORIT ist.

Die Autoren der drei zuerst bei » davidsbuendler@henle.com eingehenden Zuschriften erhalten von mir als „Dankeschön“ unsere brandneue Urtextausgabe des Schumann-Konzerts unterschrieben von Mitsuko Uchida (Fingersatz), Peter Jost (Herausgeber) und Johannes Umbreit (Klavierauszug). Wenn Sie es erlauben, drucke ich auch Ihre Zuschrift in der Ausgabe des Schumann-Forums 2010 vom 15. März ab.

Jpc, der große deutsche CD-Versender, listet derzeit über 200 (!) erhältliche
» D-Aufnahmen von Robert Schumanns Klavierkonzert
Damit kommt das Stück wohl unter die ewigen Top-10 der Klassik.

Meine derzeitigen persönlichen Favoriten sind übrigens:

Murray Perahias bestimmt schon über 20 Jahre alte, farbenprächtige und nuancenreiche Live-Einspielung mit dem unter Colin Davis’ Leitung fantastisch aufspielenden Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk: Sony 518810-2 (auch seine jüngere Einspielung mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern hat freilich ganz große Klasse).

Christian Zacharias mit dem unter seiner Leitung herrlich kammermusikalisch-luzide musizierenden Kammerorchester Lausanne: MDG 340 1033-2.

Und schließlich der ungemein „stimmig“ spielende und den besonderen Schumann-Ton sicher treffende Lars Vogt mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der fulminanten Leitung von Simon Rattle: EMI 7-54746-2.

Folgende Live-Aufnahme aus dem Konzerthaus Freiburg vom Mai 2007 kennen Sie vermutlich nicht. Sie ist nie im Handel erschienen, steht aber (derzeit noch) in voller Länge als Podcast des SWR 2 zur Verfügung. Sie dokumentiert meiner Meinung nach eine unbedingt hörenswerte Stern-(Halb)stunde orchestraler Kammermusik vom Feinsten:

» András Schiff, Heinz Holliger  (Dirigent) und das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg 

 

 

 

 

Nun aber soll die Vorstellung unserer neuen Urtextausgabe des Schumannschen Klavierkonzerts fortgesetzt werden:

Wir bieten unserer Meinung nach nicht nur etwas ganz Besonderes mit den Fingersätzen von Mitsuko Uchida zu Schumanns Solostimme, sondern auch einen sehr gut spielbaren und ebenso klingenden Klavierauszug des Orchesterparts. Diesen Klavierauszug hat Johannes Umbreit, Dozent an der Münchener Musikhochschule, verfasst.

Johannes Umbreits Name taucht nicht zufällig in sehr vielen Henle-Ausgaben auf, wenn es um Klavierauszüge großer Konzerte geht. Denn wir halten ihn für einen Meister in seinem Fach. Unsere Kunden reagierten bisher nur mit höchstem Lob auf seine Klavierauszüge von Bach bis Bruch, Stamitz bis Chausson.

 

Meine Kollegin, Frau Dr. Annette Oppermann, die im Henle Verlag die Urtextausgabe des Schumann-Konzertes betreut hat, sprach mit Herrn Umbreit über die besonderen Herausforderungen dieses Klavierauszugs und die besonderen Vorzüge, die seiner Meinung nach die Henle-Ausgabe vor anderen hat. Den leicht gekürzten Mitschnitt (in deutscher Sprache), hören Sie hier:

umbreit-interview.mp3

Einer, der das Schumann-Konzert schon sehr häufig und mit den berühmtesten Pianisten aufgeführt hat, ist Ivor Bolton, derzeit Chefdirigent des Mozarteum-Orchesters Salzburg. Ich hatte das große Vergnügen, ihn während der „Mozart-Woche“ Ende Januar 2010 in Salzburg zu Schumanns Klavierkonzert aus der Sicht eines Dirigenten zu befragen.

Ivor Bolton ist nicht nur ein großartiger Musiker, sondern auch ein ebensolcher Gesprächspartner. Ich lernte sehr vieles von ihm, nicht nur zu Opus 54. Hier können Sie den stark gekürzten Mitschnitt (in englischer Sprache) anhören:

bolton-interview.mp3

Zum guten Schluss noch ein Hinweis auf eine höchst anhörenswerte Schumann-Sendereihe des Bayerischen Rundfunks (BR-Klassik) in Koproduktion mit dem SWR 2, in der weniger der Komponist als vielmehr der Literat Robert Schumann in insgesamt 30 Sendungen übers Jahr porträtiert wird:
» "Robert Schumann, Kritiker und Prophet". Die originalen Schumann-Texte liest der Schauspieler Matthias Brandt

 

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