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Aktuelles

#kissinthecomposer

„Ich bin froh und fühle mich geehrt, dass der G. Henle Verlag meine Kompositionen veröffentlicht.
Wenn es um Notenausgaben geht, ist Henle immer meine erste Wahl.“

Evgeny Kissin

 

Urtextausgaben

Four Piano Pieces op. 1

Der Verlag ist stolz und geehrt, einen Zyklus von vier Klavierstücken des weltweit
bewunderten, genialen Pianisten vorlegen zu können.
– stimmungsvolle Charakterstücke „Tango“ und „Meditation“
– kontemplatives „Intermezzo“
– hochvirtuose „Toccata“ im Jazz-Idiom

HN 1372 € 14,–

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Violoncellosonate op. 2

Diese einsätzige Sonate für Violoncello und Klavier, Evgeny Kissins Opus 2,
schlägt einen düster-melancholischen Balladenton an.
– hohe Ansprüche an beide Instrumentalisten
– wunderbare Bereicherung für das Cello-Repertoire
– mit bezeichneter und unbezeichneter Streicherstimme

HN 1050 € 15,–

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Streichquartett op. 3

Evgeny Kissins Streichquartett op. 3, das in seiner musikalischen Sprache der
Musik Dmitri Schostakowitschs nahesteht, umfasst vier stark kontrastierende
Sätze.
– viertelstündiges, anspruchsvolles Werk von 2015–2016
– CD-Einspielung liegt bei Nimbus Records vor

HN 1183 € 17,–

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Streichquartett op. 3

Evgeny Kissins Streichquartett op. 3, das in seiner musikalischen Sprache der
Musik Dmitri Schostakowitschs nahesteht, umfasst vier stark kontrastierende
Sätze.
– viertelstündiges, anspruchsvolles Werk von 2015–2016
– CD-Einspielung liegt bei Nimbus Records vor

Studien-Edition (Taschenpartitur)

HN 7183 € 12,–

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Videos

Henle-Interview mit dem Komponisten Evgeny Kissin (englisch)

[5:15]

Evgeny Kissin: Four Piano Pieces op. 1,2: Dodecaphonic Tango

Evgeny Kissin, Klavier [2:47]

Evgeny Kissin: Four Piano Pieces op. 1,4: Toccata

Evgeny Kissin, Klavier [2:25]

Evgeny Kissin: Violoncellosonate op. 2, Ausschnitt

Gautier Capuçon, Violoncello und Yuja Wang, Klavier [2:59]

 

 

Evgeny Kissin: Streichquartett op. 3

Making-of zur Ersteinspielung durch das Kopelman Quartet [8:47]

Interview

Dr. Wolf-Dieter Seiffert, Verlagsleiter, im Gespräch mit Evgeny Kissin © G. Henle Verlag, März 2019

Die meisten Menschen werden überrascht sein, zu erfahren, dass Sie nicht nur Pianist, sondern auch ein ausgezeichneter Komponist sind. Wie kam es denn dazu?

Kissin: Ja, ich hatte von Kindesbeinen an einen selbstverständlichen Drang zu komponieren. Als ich mit sechs Jahren das Notenlesen gelernt hatte, begann ich, meine Kompositionen zu notieren. Ich habe mich in verschiedenen Stilen und Instrumenten probiert, gelernt habe ich das lediglich aus Büchern. Mir gefiel es, Bücher über verschiedene Instrumente zu lesen. Aber natürlich reichen Bücher nicht aus, um zu lernen, was man auch tatsächlich spielend realisieren kann.

Dazu eine lustige Geschichte: Ich habe einmal etwas für Bratsche geschrieben und als ich das meiner Lehrerin in der Schule zeigte, hat sie gesagt „Das kann man auf der Bratsche nicht spielen.“. Und ich habe geantwortet „Gut, dann muss sich die Bratsche eben entwickeln!“ Oder eine andere: Ich habe mit einem Schulfreund, einem Geiger, privat zusammen musiziert. Er hat mich gebeten, einen Variationszyklus über ein bekanntes Thema für sein Instrument zu schreiben. Da habe ich mich für das erste Thema aus Mendelssohns Violinkonzert entschieden, schrieb die Variationenreihe und gab sie meinem Freund. Er sah sich das an und sagte mir ein paar Tage darauf „Also, wenn Jascha Heifetz sehr viel üben würde, könnte er vielleicht die Hälfte davon spielen ...“

Dann kam ein Zeitpunkt, ab dem ich keine eigene Musik mehr im Ohr hörte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Das ging einher mit der Zeit, zu der meine Verpflichtungen als Konzertpianist immer mehr wurden. Das war, als ich so 15 Jahre alt war.
Vor ein paar Jahren dann, begann es mich wieder zum Komponieren zu drängen. 

Und da haben Sie die drei Werke komponiert, die wir jetzt als Op. 1–3 im Henle Verlag publizieren dürfen?

Ja genau. Zuerst schrieb ich die „Four Pieces“ für Klavier [= op. 1], von denen ich eines, die Toccata, bereits 1986 begonnen hatte. Jedoch nur ein paar Zeilen – dann hatte ich abgebrochen. Als ich diese Stücke nun fertig komponiert habe, gab mir der verehrte Komponist Arvo Pärt wertvollen Rat zur „Meditation“ [= op. 1, Nr. 1], der sehr treffend war. Also habe ich einiges geändert.

Daraufhin habe ich meine Werke an verschiedene Musiker und Interpreten gesendet, ohne irgendwelche Hoffnungen. Ich habe sie gefragt: „Bitte sagen Sie mir ehrlich, ob Sie das mögen oder nicht; ich möchte das gerne wissen.“ Und die meisten antworteten, dass sie das nicht nur mochten, sondern sich freuen würden, es aufzuführen – und das taten sie dann auch.

 

Wer hat denn zum Beispiel bereits ein Werk von Ihnen aufgeführt?

Besonders Steven Isserlis war sehr begeistert von meiner Cellosonate [= op. 2]. Er hat sie mehrfach in verschiedenen Ländern gespielt, ebenso David Geringas. Auch Gautier Capuçon hat mit Yuja Wang meine Cellosonate beim Verbier Festival aufgeführt.

 

Ihr drittes Werk ist ganz ohne Klavier, Ihr Streichquartett op. 3.

Ich habe kein Streichinstrument zu spielen gelernt. Als ich also mein Streichquartett schrieb, hat das Kopelman Quartet, meine wunderbaren Freunde, es geprobt und sie waren sehr angetan. Und nachdem ich das gehört hatte und mich mit ihnen ausgetauscht hatte, machte ich entsprechende Änderungen. Und sie haben mein Quartett eingespielt! Zudem war das Endellion Quartet vor kurzem auch interessiert. Es hat in Cambridge mein Opus 3 in Großbritannien erstaufgeführt.

Darf ich fragen, warum Sie beim G. Henle Verlag gefragt haben, ob er Ihre Werke veröffentlicht?

Weil Sie die Besten sind, eindeutig, das weiß jeder! Ich mag es so sehr, die Werke großer Komponisten mit Ihren Urtextausgaben einzustudieren.

 

Bekannt sind wir für unsere Urtextausgaben von Komponisten der Vergangenheit – für zeitgenössische Musik bisher gar nicht.

Wissen Sie, es gibt immer ein erstes Mal, vielleicht also auch für den G. Henle Verlag. Ich erzähle Ihnen eine Geschichte: Als ich mein Musikstudium aufnahm, habe ich meinen Klavierlehrer gefragt, ob ein bestimmter Komponist schon tot sei oder noch am Leben, und dann habe ich gefragt, „Warum ist es nur so, dass alle, die tolle Musik geschrieben haben tot sind?“ Also will ich den Wert meiner Kompositionen überhaupt nicht überschätzen. Und deshalb bin ich so froh, mit Henle meinen Verlag gefunden zu haben.

 

Konzertkalender

Aktuelle Konzerttermine von Evgeny Kissin finden Sie » hier

 

Pressemitteilung

München, September 2019

Kompositionen Evgeny Kissins im G. Henle Verlag

Der G. Henle Verlag ist geehrt und stolz, ab sofort exklusiver Musikverlag der Kompositionen des weltweit bewunderten, genialen Pianisten Evgeny Kissin zu sein.

Kaum jemand weiß, dass Maestro Kissin seit seiner frühen Kindheit komponiert. Zeitweise unterbrochen von seiner pianistischen Weltkarriere, nahm er das Komponieren vor einigen Jahren wieder intensiv auf. Es „drängte“ ihn erneut, wie er selbst sagt. Ideen und Fragmente aus seinen früheren Jahren flossen in diese Werke ein, die eine vielfältige Stilistik prägt. Ermuntert von namhaften Komponisten und Musikerfreunden, wagt er nun erstmals den Schritt zur Veröffentlichung.

Im G. Henle Verlag liegen nun zunächst drei Werke Kissins vor: Klavierstücke, eine Cellosonate und ein Streichquartett.
Ein absolutes Novum in der Geschichte des G. Henle Verlags, in dem sonst ausschließlich etablierte Klassiker zu Hause sind. Mit den Ausgaben, die nach allen Regeln der Notensatz- und Herstellungspraxis des Verlags erarbeitet wurden, haben Musiker nun die Chance, Evgeny Kissin auch als Komponisten zu entdecken. Es lohnt sich!

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Rezensions- und Fotoanfragen
G. Henle Verlag, Olav Roßbach, Forstenrieder Allee 122, 81476 München
rossbach@henle.de, Tel. +49-89-7 59 82-30

 

 

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Fotos

Veröffentlichung kostenlos, Bildrechtenennung © A. Weiand/G. Henle Verlag.

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