1764 entstanden in London sechs Sonaten KV 10–15 des achtjährigen Mozart. Leopold Mozart konnte die musikalische Hochbegabung seines Sohnes nur als von Gott geschenktes Wunder verstehen: „daß mein Bub […] alles in diesem seinen 8. Jährigen Alter weis, was man von einem Manne von 40. Jahren forderen kann. Mit kurzem: wer es nicht sieht und hört, kann es nicht glauben“. Man kann die sechs Sonaten laut Titelblatt als Klaviertrios, als Violinsonaten oder allein auf dem Klavier spielen. Nachdem wir sie bereits in Form von Klaviertrio und Violinsonate vorgelegt haben (HN 1078), präsentieren wir hiermit den Urtext der Klavier-solo-Fassung.