1874 wurde zum Gedenken an den verstorbenen Zeichner und Architekten Viktor A. Hartmann (1834–1873) eine Ausstellung mit seinen Aquarellen und Zeichnungen veranstaltet. Modest Mussorgski, der mit Hartmann befreundet gewesen war, wurde auf seinem Gang durch diese Ausstellung zu dem Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ für Klavier solo angeregt; ein Meilenstein der Klavierliteratur. Er komponierte es im Juni 1874 in St. Petersburg und untertitelte es mit „Erinnerungen an Viktor Hartmann“. Bis heute fasziniert die malerisch-suggestive Tonsprache, die die Bilder lebendig werden lässt. Als Quelle liegt der Henle-Urtextausgabe das sauber verfasste Autograph zu Grunde. Die Gestaltung des Notentexts orientiert sich an Mussorgskis Notenschrift.