Johannes Brahms näherte sich der Gattung der Symphonie nur langsam und mit vielen Skrupeln. Nachdem zahlreiche frühere Versuche umgearbeitet und verworfen wurden, stellte er sich erst im November 1876 mit seinem Opus 68 dem Publikum auch als Symphoniker vor. In kaum zehn Jahren sollten dann noch drei weitere Symphonien folgen. Die vier Werke gehören heute zum symphonischen Kernrepertoire – und bilden zugleich Meilensteine im Voranschreiten der Kieler Johannes Brahms Gesamtausgabe, die 1996 mit der Ersten Symphonie eröffnet wurde. Inzwischen haben die renommierten Brahms-Forscher Robert Pascall und Michael Struck alle vier Werke in der Gesamtausgabe vorgelegt. Dies nehmen wir zum Anlass, die Symphonien Brahms’ in einem preisgünstigen Schuber zu bündeln: Forschung auf höchstem Niveau in vier handlichen Studien-Editionen.