Der scherzhaft gemeinte Titel dieses reizvollen Kammermusikstückes bezieht sich vermutlich auf zwei brillentragende Ausführende. Wen außer sich selbst der kurzsichtige Bratscher Beethoven damit auf Korn genommen haben könnte, ist unklar. Eventuell geht es um seinen Freund Zmeskall. In jedem Fall muss es ein versierter Musiker gewesen sein, denn der Cellopart ist durchweg anspruchsvoll geführt.
Ursprünglich plante Beethoven wohl ein komplettes, viersätziges Streichduo. Neben dem Einleitungssatz blieb außerdem ein Menuett erhalten, das wir ebenfalls wiedergeben. Unsere Einzelausgabe, eine Auskopplung aus dem bewährten Band „Streichtrios und Streichduo“ (HN 192), wird diesem originellen Werk sicher viele weitere Freunde verschaffen.