Schuberts drei große Duos für Violine und Klavier zählen zu seinen bedeutenden Werken. In der A-dur-Sonate, D 574, vom Sommer 1817 entwickelt er das bei den Violin-Sonatinen (siehe HN 6) noch recht einfache Zusammenspiel zwischen den beiden Instrumenten weiter und erreichte dabei höchste Meisterschaft. Im Ende 1826 komponierten h-moll-Rondo D 895, wird dieses Zusammenspiel ins Virtuose gesteigert. Schon die zeitgenössische Kritik lobte „den kühnen Meister in der Harmonie“ und die „feurige Phantasie“ des Stückes. In der ein Jahr später entstandenen Fantasie in C-dur, D 934, umrahmt Schubert ein Andantino mit Variationen über das Lied „Sei mir gegrüßt“, D 741, mit Abschnitten, die thematisch höchst kunstvoll mit dem Liedthema verzahnt sind.