Als die Klavierstücke op. 118 unter Brahms’ Zeitgenossen bekannt wurden, war man begeistert. Clara Schumann durfte die neuen Werke als eine der ersten kennenlernen und attestierte den Stücken „in kleinstem Rahmen eine Fülle von Empfindung“. Philipp Spitta meinte treffend, die Werke seien „recht zum langsamen Aufsaugen in der Stille und Einsamkeit“. Da das melancholische A-dur-Intermezzo op. 118 Nr. 2 zu den bekanntesten Miniaturen des Komponisten gehört, bietet der G. Henle Verlag es nun in einer Einzelausgabe an. Dank seines mittleren Schwierigkeitsgrades gibt es auch schon fortgeschrittenen Schülern einen Vorgeschmack auf den Kosmos des Brahms’schen Spätwerks.