Heute kaum mehr vorstellbar – aber das damalige Wiener Publikum konnte sich mit Mozarts Klavierquartett KV 478 nicht anfreunden. Den dramatischen g-moll-Charakter vor allem des 1. Satzes war es von diesem Komponisten nicht gewohnt. So kam es, dass der Verleger Hoffmeister es ablehnte, weitere Quartette zu drucken und Mozart nach KV 478 nur noch das Es-dur-Quartett KV 493 komponierte, obwohl ursprünglich eine Serie von sechs Werken ge-plant war. Jammerschade – die beiden Klavierquartette gehören zu den Perlen seiner Kammermusik mit Klavier und erfreuen sich bis heute größter Beliebtheit.