Der große Pianist Paul Badura-Skoda zählt den ersten Satz dieser B-dur-Sonate KV 333 „zu den schönsten ... der Klavierliteratur“. Und wer würde ihm widersprechen wollen? Welch ein Feuerwerk wunderbar frei schwingender Melodik im Kopfsatz, kunstvoll verknüpft mit ur-pianistischen Läufen und Figuren! Der grandiose langsame Satz („Andante cantabile“) könnte als Klavierauszug einer Streichquartettbesetzung durchgehen und das abschließende „Allegretto grazioso“ ist ein kecker wie hintergründiger Opera-buffa-„Rausschmeißer“. Wie wir heute wissen, komponierte Mozart dieses Sonatenwunder im Jahr 1783 – die ältere Mozart-Forschung lag mit ihrer wesentlich früheren Datierung komplett daneben. Ein Jahr später erschien sie gedruckt, interessanterweise in Kombination mit der frühe(re)n Klaviersonate KV 284 und der grandiosen Violinsonate (!) KV 454.

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