Zu dieser vermutlich letzten Klaviersonate Haydns liegt leider kein Autograph mehr vor. Wahrscheinlich hat Haydn es der in London ansässigen Pianistin Therese Bartolozzi (geborene Jansen) zusammen mit dem Recht zur Veröffentlichung überlassen. Jedenfalls sah sich diese befugt, das Werk mit dem expliziten Hinweis „Composed expressively for and Dedicated to Mrs. Bartolozzi“ in Druck zu geben – ja, sie vertrieb die 1801 in London erschienene Ausgabe sogar persönlich in handsignierten Exemplaren. Entstanden ist die Sonate wohl bereits 1794/95 in London (wie das Schwesterwerk: die Es-dur-Sonate Hob. XVI:52). Der Mittelsatz geht allerdings auf ein Adagio zurück, das Haydn noch 1793 in Wien komponierte und Artaria ebenda 1794 veröffentlichte. Die Varianten dieser früheren Fassung werden in der auf dem Text Haydn-Gesamtausgabe basierenden Urtextausgabe als Ossias wiedergegeben.