Wer jemals eine/n bedeutende/n Pianist/in mit dieser Sonate live erlebt hat (gelegentlich wird der langsame Mittelsatz – „Andante cantabile“ – als Zugabe gespielt), weiß um die Größe und Wirkung dieser nur scheinbar bescheidenen C-dur-Klaviersonate. Sie erschien im Druck zusammen mit der berühmten A-dur-Sonate („alla turca“) KV 331 und mit der lyrischen, technisch recht anspruchsvollen F-dur-Sonate KV 332 im Sommer 1784. Vermutlich sind diese drei Sonaten, entgegen der Annahme früherer Mozart-Forscher, erst wenig vor Drucklegung entstanden. Dieser Erstdruck ist editorisch wichtig, weil zahlreiche Details derart markant von Mozarts Handschrift abweichen, dass sie nur auf ihren Urheber selbst zurückgehen können. Das betrifft in der C-dur-Sonate KV 330 insbesondere den langsamen Satz, dessen wehmütig Abschied nehmende Schlusstakte im Autograph noch nicht zu finden sind.

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