Aus Mozarts Briefen wissen wir, dass er, um Geld zu verdienen, im Sommer 1789 fest plante, sechs neue leichte Klaviersonaten für die Prinzessin Friederike von Preußen zu verfassen. Entstanden ist jedoch nur diese eine. Und als „leicht“ wird man sie wohl kaum bezeichnen wollen. Im Gegenteil verlangt gerade die Klaviersonate in D-dur KV 576 enorme Fingerfertigkeiten vom Ausführenden, ja, sie dürfte alles in allem die technisch Anspruchsvollste aller Mozart-Sonaten sein. In angelsächsischen Ländern wird diese, eigentlich ziemlich kontrapunktisch-komplex angelegte Komposition gerne als „Jagd [Hunt]-Sonate“ bezeichnet. Man höre den Beginn dieser 18. und damit letzten Klaviersonate Mozarts, und weiß sofort, warum.

Weitere Informationen