Unter den rund sechzig Klaviersonaten Joseph Haydns gehört die Sonate in Es-dur Hob. XVI:49 zu den Meisterwerken. Sie verkörpert den Haydn’schen Sonatentypus schlechthin mit innerer Heiterkeit und Klarheit, gemessenem Ernst und – mit Blick auf den groß und reich angelegten Eröffnungssatz – perfekter Form. Dabei vergisst Haydn nicht den Sinn für das individuell Besondere; hier im letzten Satz durch ein graziöses Menuett im Rokoko-Stil. Der bedeutende Haydn-Forscher Georg Feder hat diese Urtextausgabe herausgegeben; die Fingersatzbezeichnungen des Klavierpädagogen Hans-Martin Theopold machen diese Ausgabe besonders wertvoll.