Haydns Klaviersonaten waren lange nur abschriftlich verbreitet, erstmals 1774 erschien mit den sechs seinem fürstlichen Brotherrn Prinz Nikolaus von Esterházy gewidmeten Sonaten Hob. XVI:21–26 auch eine Druckausgabe. Die darin an dritter Stelle stehende F-dur-Sonate ist mit ihrem von zwei kontrastierenden Themen geprägten Kopfsatz, dem empfindsamen f-moll-Adagio und einem spritzigen Presto-Finale ein Paradebeispiel der klassischen Sonate. Vielleicht ist das der Grund, warum gerade diese pianistisch durchaus anspruchsvolle Sonate bis heute die beliebteste der ganzen Sammlung ist. Die vom Haydn-Spezialisten Georg Feder herausgegebene Urtextausgabe liefert den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe, ergänzt mit einem Fingersatz von Hans-Martin Theopold.