Viele Jahre später als die ältere Mozart-Forschung annahm, sind die drei Klaviersonaten Mozarts KV 330–332 entstanden, nämlich wohl im Sommer 1783 in Wien oder in Salzburg. Die F-dur-Sonate KV 332 wurde zusammen mit ihren beiden „Schwestern“ KV 330 und 331 schon im Jahr darauf, 1784, in Wien gedruckt. Die textlichen Abweichungen dieses Erstdrucks gegenüber dem Autograph sind derart gravierend, dass sich der Herausgeber der Henle-Urtextausgabe dazu entschloss, sowohl dessen dynamisch reichere Bezeichnung im Kleinstich zu übernehmen als auch die üppigeren Verzierungen der Erstausgabe im langsamen Satz in den Haupttext zu übernehmen (die schlichtere autographe Version wird dort als „Ossia“ dargeboten). Eine der technisch schwierigeren Sonaten Mozarts, vor allem im Finale.

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