Beethoven gab dieser Sonate den ungewöhnlichen Titel „Sonata quasi una Fantasia“, den sie sich wie die Opuszahl mit der wesentlich berühmteren „Mondscheinsonate“ teilt. Beide Sonaten leiten – zusammen mit der vorausgehenden Sonate mit dem Trauermarsch op. 26 und den bald darauf folgenden drei Sonaten op. 31 – Beethovens Eroberung von musikalischem Neuland in diesem Genre ein. In ihrer komplexen, zwischen Fantasie und Sonate changierenden Struktur stellt Opus 27 Nr. 1 Pianisten seit jeher vor große interpretatorische Aufgaben, die – wenn sie bewältigt sind – ein wahres Juwel zutage fördern. Auch diese Sonate legt der G. Henle Verlag nun in einer Neuausgabe mit dem bewährten Fingersatz und Hinweisen zur Interpretation von Murray Perahia vor, herausgegeben vom Beethoven-Team Gertsch–Perahia.