Die Appassionata ist neben der Mondschein- und der Waldstein-Sonate wohl Beethovens berühmteste Klaviersonate. Nach letzterer stellt sie einen neuen Höhepunkt in Beethovens Klavierschaffen dar. Lenins auf sie gemünzter Ausspruch „Solche Wunderwerke können Menschen schaffen“ ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Der Beiname Appassionata, der eigenartigerweise erstmals in einer 1838 beim Verlag Cranz in Hamburg erschienenen Übertragung der Sonate für Klavier zu vier Händen auftauchte, stammt nicht von Beethoven, ist jedoch untrennbar mit dem Werk verbunden. Zu gut passt er offenbar zu den dramatischen Gegensätzen des ersten, zur feierlichen Innigkeit des zweiten und zur dämonischen Leidenschaft des dritten Satzes.