Beethovens drei Klaviersonaten Opus 10 sind von sehr unterschiedlichem Charakter. Er veröffentlichte sie 1798 und widmete sie der Gräfin von Browne-Camus, der Gattin eines russischen Mäzens, dem Beethoven verpflichtet war. Die letzte dieser drei Sonaten ist hier im Urtext vorgelegt. Sie ist in diesem Dreierbunde die umfangreichste, fantasievollste sowie pianistisch wirkungsstärkste Sonate. Formale Weite, eine zwanglose Reihung von Themen und glänzende Klangentfaltung kennzeichnen dieses Klavierwerk, das mit seinem Largo einem der abgründigsten langsamen Sätze des frühen Beethoven enthält.