Klaviertrios waren in der Zeit der Klassik und noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein, fast möchte man sagen, Modeartikel. So kommt es nicht von ungefähr, dass sich alle drei so genannten Wiener Klassiker mit dieser Gattung auseinandersetzten. Haydn hinterließ insge-samt 39 Klaviertrios.
Band II enthält die in den Jahren 1784 bis 1790 entstandenen Klaviertrios Hob. XV:5–14. Zu dieser Zeit freundete sich der Komponist allmählich immer mehr mit dem Hammerklavier an – was dem Klaviersatz dieser Stücke auch durchaus anzumerken ist. Alle zehn Trios zeigen Haydns Meisterschaft, sind Hausmusik der besten gehobenen Art, aber dank ihrer Brillanz und Vielfältigkeit auch im Konzertsaal zuhause.