Ähnlich wie Schumanns "Konzertstück für vier Hörner" op. 86 (HN 1138) entstand auch Saint-Saëns’ "Morceau de Concert" mit der Idee, die technischen Möglichkeiten einer neuen Ventilhorn-Konstruktion auszureizen. In diesem Falle gab der französische Hornist Henri Chaussier den Anstoß. Er hatte ein neuartiges „Cor omnitonique“ entwickelt und wollte mit Saint-Saëns’ Komposition die Vorzüge seines Instruments demonstrieren. Chaussiers Erfindung konnte sich bei den Hornisten nicht durchsetzen – wohl aber das "Morceau de Concert"! Das beliebte einsätzige Werk ist technisch teilweise sehr anspruchsvoll, jedoch hat Saint-Saëns selbst einige erleichternde Ossia-Varianten und Kürzungsmöglichkeiten vorgesehen, so dass sich auch schon fortgeschrittene Schüler an das Stück wagen können.