Der siebenjährige Aufenthalt in Paris (1907–14) wurde für den spanischen Komponisten Falla zum Wendepunkt in seinem Schaffen. Die Begegnung mit der zeitgenössischen französischen Musik des Impressionismus hinterließ großen Eindruck. Sie wurde fortan prägend für sein von der spanischen Folklore inspiriertes Werk. Ursprünglich 1909 unter dem Titel „Nocturnes“ für Klavier solo entworfen, baute Falla auf Anraten des Pianisten Ricardo Viñes und des Komponisten Isaac Albéniz das Material zur dreiteiligen symphonischen Suite für Klavier und Orchester um. Unter dem Titel „Noches en los jardines de España“ (Nächte in spanischen Gärten) vollendete er das Werk schließlich 1915. Für Fallas bezaubernde musikalische Beschwörung seiner andalusischen Heimat konnte Yuja Wang als Fingersetzerin für den Solo-Klavierpart gewonnen werden.