Die beliebte Klaviersonate D-dur von Joseph Haydn entstammt einer Gruppe von sechs Sonaten, die Haydn 1780 als Sammlung beim Wiener Verlag Artaria erscheinen ließ. Die Ausgabe ist den Schwestern Katharina und Marianna Auenbrugger gewidmet, zwei Wiener Pianistinnen, die der Komponist sehr schätzte: „Der beyfall deren Freilen v. Auenbrugger ist mir der allerwichtigste, indem Ihre spielarth und die Ächte einsicht in die Tonkunst denen grösten Meistern gleichkomt.“ In der Henle-Urtextausgabe, die den revidierten Bänden mit sämtlichen Klaviersonaten Haydns entnommen ist, springt Lars Vogt für die Auenbrugger-Schwestern ein: Er übernimmt die Fingersatz-Patenschaft und erschließt dieses vor Energie nur so sprühende und dennoch technisch gut zu bewältigende Werk für alle Klavierenthusiasten neu.