In seiner Jugend komponierte Richard Strauss eine große Zahl von Werken für Klavier solo, darunter auch zahlreiche Sonaten. Aber nur die h-moll-Sonate hielt er offenbar für so bedeutend, dass er sie auch gedruckt veröffentlichen wollte. Sie entstand in zwei Fassungen vermutlich von Winter 1880 bis Frühjahr 1881 und erschien ein Jahr später im Druck. Strauss folgt hier noch deutlich seinen kompositorischen Vorbildern aus der deutschen Romantik. Gerade die beiden mittleren Sätze dieser anspruchsvollen Sonate erinnern unmittelbar an Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ und Scherzi. Dies ist die erste Urtextausgabe der Klaviersonate.