Die frühe Klaviersonate op. 4 bietet interessante Einblicke in die kompositorische Entwicklung des jugendlichen Chopin. Vermutlich zu seiner Studienzeit am Warschauer Konservatorium entstanden und von ihm selbst sehr geschätzt, legte sie der 19-jährige Chopin anlässlich einer Wien-Reise dem Verleger Tobias Haslinger zur Veröffentlichung vor. Dieser vertröstete den damals noch unbekannten Komponisten jedoch. Erst als Chopin auf der Höhe seines Ruhmes stand, witterte Haslinger ein mögliches Geschäft – nun war es aber Chopin, der ablehnend reagierte. So wurde der Sonaten-Erstling zu seinen Lebzeiten nie gedruckt. Bis heute ein Geheimtipp, ist dieses Werk nun erstmals in Henle-Qualität erhältlich.

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