Beethovens drei der Gräfin von Browne-Camus gewidmeten Sonaten op. 10 entstanden in den Jahren 1795–1798. Der Komponist macht mit ihnen im Vergleich zu den Sonaten op. 2 einen weiteren Schritt nach vorne, sowohl hinsichtlich der Klaviertechnik als auch in der Handhabung der Sonatensatzform. Der Kopfsatz der vorliegenden ersten Sonate erinnert an Mozarts große c-moll-Sonate KV 457. Mit dem Adagio molto schuf Beethoven seinen bis da-hin vielleicht gefühlvollsten langsamen Satz, mit dem abschließenden Prestissimo ein rauschendes Finale.